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reuters+1news.liga+1lrtDer litauische Präsident Gitanas Nauseda warnte am Dienstag, dass Geheimdienstinformationen darauf hindeuten, dass Russland gezielte Angriffe auf kritische Infrastrukturen in Litauen und anderen baltischen Staaten vorbereiten könnte. Er beschrieb dies als einen Versuch, die Geschlossenheit der NATO zu testen. Nauseda sagte, Berichte litauischer Geheimdienste legten nahe, dass Moskau Angriffe auf Energie- und Kommunikationsinfrastrukturen mit konventionellen oder anderen Mitteln plane.reuters+2
Die Warnung erfolgte, während der lettische Präsident Edgars Rinkēvičs separat bestätigte, dass bereits Sabotageakte durch Russland in den baltischen Staaten stattfinden. Rinkēvičs erklärte, eine groß angelegte Invasion durch Russland sei angesichts der Truppenbindung Moskaus in der Ukraine zwar unmöglich, aber verschiedene Provokationen seien im Gange und würden wahrscheinlich anhalten. Die lettische Außenministerin Baiba Braze sagte, Russland versuche "alle Arten von Provokationen", während der Krieg in der Ukraine andauere.news.liga+1
Polens Außenminister Radosław Sikorski warnte, dass Russland eine False-Flag-Operation unter Einsatz ukrainischer Drohnen inszenieren könnte, um einen Vorwand für einen Angriff auf einen NATO-Mitgliedstaat zu schaffen. Sikorski hatte zuvor gegenüber CBS News erklärt, er "würde nicht ausschließen, dass die Russen eine Art False-Flag-Operation gegen russisches Territorium durchführen, um einen Vorwand für einen Schlag gegen eines der NATO-Länder zu haben".cbsnews+2
"Wir müssen Putin mitteilen, dass wir wissen, was er vorhat, dass wir uns nicht täuschen lassen und dass dies völlig inakzeptabel wäre", sagte Sikorski.cbsnews
Die Warnungen folgen auf monatelange Spannungen entlang der NATO-Ostflanke. Ende Juni teilte der lettische Geheimdienst mit, er sehe "Anzeichen dafür, dass Russland militärische Provokationen gegen die baltischen Länder oder Polen vorbereitet", einschließlich potenzieller Drohneneindringlinge, Raketenstarts und Cyberangriffe, die die Botschaft vermitteln sollen: "Hört auf, die Ukraine zu unterstützen, sonst bekommt ihr eure eigenen Probleme".irishtimes
Baltische Sicherheitsbeamte haben jedoch davor gewarnt, dass keine konkreten Pläne für einen unmittelbar bevorstehenden Angriff identifiziert wurden. Ein estnischer Sicherheitsbeamter sagte Anfang des Monats gegenüber Delfi: "Ich habe keine Informationen erhalten, dass eine politische Entscheidung getroffen wurde, tatsächlich eine Provokation durchzuführen." Eine zweite baltische Geheimdienstquelle erklärte, es gebe "kein bekanntes Datum, keinen konkreten Plan und keinen benannten Organisator für eine solche Provokation".lrt
Das litauische Verteidigungsministerium hat ebenfalls erklärt, es gebe keine Anzeichen dafür, dass Russland einen groß angelegten militärischen Angriff auf die baltischen Staaten vorbereite, räumte jedoch ein, dass die Gefahr von Sabotage – einschließlich Brandstiftung oder anderer Aktionen gegen kritische Infrastrukturen – weiterhin hoch sei. Die NATO startete Anfang des Jahres die Operation Baltic Sentry, um Sabotageakten gegen Unterwasser-Energie- und Kommunikationskabel in der Region entgegenzuwirken.pravda+1