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bloombergtimeskuwaitoilpriceKuweits Rohölförderung stieg im Juli um fast 20 % auf rund 1,971 Millionen Barrel pro Tag und erreichte damit nach Angaben von Bloomberg den höchsten Stand seit Beginn des Iran-Kriegs. Der Anstieg um etwa 300.000 Barrel pro Tag gegenüber 1,65 Millionen BPD im Juni bedeutet eine deutliche Erholung von den Tiefstständen von nur 580.000 BPD im Mai, als die Blockade der Straße von Hormus die Exporte aus dem Persischen Golf stark einschränkte.oilprice+1
Kuweits Ölminister Tariq Al-Roumi gab bekannt, dass das Land seine Produktion im September im Einklang mit der jüngsten Vereinbarung der OPEC+ zur Rücknahme freiwilliger Kürzungen weiter auf 2,676 Millionen BPD anheben wird. Die Entscheidung fiel auf der 67. Sitzung des Gemeinsamen Ministeriellen Überwachungsausschusses, bei der sich sieben Teilnehmerstaaten darauf einigten, die Gesamtförderung ab September um 188.000 Barrel pro Tag zu steigern.timeskuwait
„Die schrittweise Erhöhung spiegelt eine sorgfältig abgewogene Strategie wider, die es den Produzenten ermöglicht, verantwortungsvoll auf Marktentwicklungen zu reagieren und gleichzeitig die langfristige Marktstabilität zu sichern“, sagte Al-Roumi.timeskuwait
Die Fördererhöhung schließt die Rücknahme der 2023 vereinbarten OPEC+-Kürzungen praktisch ab, obwohl die Ambitionen der Gruppe in der Praxis an Grenzen stoßen. Saudi-Arabien war zweimal gezwungen, seine Exporte umzuleiten: zuerst weg von der Straße von Hormus zur Meerenge Bab al-Mandab im Roten Meer und dann aufgrund von Huthi-Drohungen weiter nach Norden zum Suezkanal.oilprice
Kasachstan steht vor eigenen Problemen, da ukrainische Drohnenangriffe auf den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk die Produktion Ende Juli von über 2 Millionen BPD im Juni auf etwa 1 Million BPD drückten. Der Hafen wickelt etwa 80 % der kasachischen Ölexporte über das Caspian Pipeline Consortium ab.oilprice
Obwohl Kuweits Fördermenge weiterhin etwa 20 % unter dem Niveau vor dem Krieg liegt, signalisiert die Erholung, dass der Tankerverkehr durch den Persischen Golf teilweise wieder anläuft. Al-Roumi räumte ein, dass die Treffen „vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Unsicherheiten und fortbestehender Bedrohungen für strategische globale Energietransportrouten“ stattfanden. Das nächste Treffen der Teilnehmerstaaten ist für den 4. September 2026 geplant.bloomberg+1