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kuwaittimes+1apnews+1gcc-sgIranische Raketen- und Drohnenangriffe trafen am Montag den vierten Tag in Folge die Stromerzeugungs- und Wasserentsalzungsanlagen Kuwaits, was zu Bränden in mehreren Anlagen führte und eine humanitäre Krise in einem Land verschärfte, das etwa 90 Prozent seines Trinkwassers aus der Entsalzung bezieht.facebook+1
Das kuwaitische Ministerium für Elektrizität, Wasser und erneuerbare Energien teilte mit, dass die anhaltenden iranischen Angriffe Brände in zahlreichen Anlagen verursacht hätten, was die Abschaltung weiterer Stromerzeugungseinheiten erzwang, während die Temperaturen am Golf auf über 50 Grad Celsius steigen.rediff+1
Die Angriffe auf die zivile Infrastruktur Kuwaits begannen am Samstag, den 18. Juli, als iranische Raketen den Shuaiba-Komplex im Gouvernement Al Ahmadi trafen. Eine zweite Anlage wurde am folgenden Tag getroffen, wodurch mehrere Erzeugungseinheiten deaktiviert wurden. Der Sonntag brachte eine dritte Welle gegen Strom- und Wasserwerke, was Kuwait als ein Muster vorsätzlicher Aggression gegen zivile lebenserhaltende Systeme bezeichnete.apnews+5
Die iranischen Revolutionsgarden haben die Kampagne als Vergeltungsschläge gegen US-Militäreinrichtungen in den Golfstaaten dargestellt, darunter Camp Arifjan und die Ali Al Salem Air Base in Kuwait. Die wiederholten Angriffe auf die Entsalzungsinfrastruktur, die für das Überleben in der trockenen Golfregion unerlässlich ist, haben jedoch scharfe internationale Verurteilung hervorgerufen.aljazeera+1
UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete Angriffe auf "zivile Infrastruktur im Iran und in der gesamten Region" als inakzeptabel, wobei sein Büro erneut den Schutz ziviler Einrichtungen gemäß dem humanitären Völkerrecht forderte. Der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrates ging noch weiter und bezeichnete die gezielten Angriffe des Iran auf Infrastruktur und zivile Einrichtungen in Kuwait, Bahrain und Jordanien als "Kriegsverbrechen, die eine sofortige internationale Rechenschaftspflicht erfordern."gcc-sg+2
Kuwait bestellte am Dienstag den iranischen Botschafter ein und überreichte eine formelle Protestnote. Das kuwaitische Außenministerium hatte die Angriffe zuvor als "gefährliche Eskalation" und "schweren Verstoß" gegen die Souveränität, das Völkerrecht und die UN-Charta verurteilt.kuwaittimes+2
Angesichts der verringerten Entsalzungskapazität starteten die kuwaitischen Behörden eine nationale Energiesparkampagne und aktivierten Notfallpläne. Middle East Eye News Corp berichtete, dass das kuwaitische Außenministerium die Angriffe als direkten Angriff auf "lebenswichtige zivile Infrastruktur" beschrieb.middleeasteye+1
Gemäß den Zusatzprotokollen zu den Genfer Konventionen von 1977 sind Trinkwasseranlagen ausdrücklich vor bewaffneten Angriffen geschützt, und jeder Angriff auf zivile Infrastruktur muss als verhältnismäßig zu einem konkreten militärischen Vorteil nachgewiesen werden, eine Schwelle, die die Angriffe des Iran nach Ansicht von Rechtsexperten eindeutig nicht erfüllen.aljazeera