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reuterseltoque+1reuters+1Kuba gab am Montag die Identitäten von mehr als 2.000 Gefangenen bekannt, die im Rahmen einer umfassenden Amnestie begnadigt wurden, die erstmals im April angekündigt worden war. Die Namen wurden zum ersten Mal seit der Unterzeichnung des Dekrets vor fast zwei Monaten im offiziellen Amtsblatt des Landes veröffentlicht.
Die Liste erschien in einem von Präsident Miguel Díaz-Canel erlassenen Dekret, das den Gefangenen eine "vollständige und endgültige Begnadigung" gewährt und die Maßnahme laut Reuters als "humanitäre und souveräne Geste" beschreibt. Die Regierung hatte zuvor die Identitäten derjenigen, die in die Amnestie einbezogen wurden, nicht bekannt gegeben. Die Amnestie wurde erstmals am 2. April angekündigt, als Kuba erklärte, 2.010 Häftlinge freizulassen.usnews+4
Die Veröffentlichung erfolgt in einer Zeit angespannter Verhandlungen zwischen Havanna und den Vereinigten Staaten. Die Trump-Regierung übt an mehreren Fronten Druck auf Kuba aus, unter anderem durch ein strenges Ölembargo und Forderungen nach der Freilassung politischer Gefangener.npr+2
Menschenrechtsorganisationen haben Zweifel geäußert, dass die Amnestie Personen umfasst, die aus politischen Gründen inhaftiert sind. Als die Begnadigung erstmals angekündigt wurde, erklärte die Organisation Prisoners Defenders in einer Stellungnahme, dass die Maßnahme einer "gewöhnlichen Gefängnisentleerung" von gewöhnlichen Straftätern gleichkomme, und fügte hinzu, dass sie "überprüft habe, dass unter den Freigelassenen kein einziger politischer Gefangener ist".eltoque
Amnesty International warnte im April, dass die Maßnahmen "weiterhin von mangelnder Transparenz und Diskretion geprägt sind, ohne Garantie für eine vollständige Freilassung oder echten Respekt für die Menschenrechte". Damals hatten die kubanischen Behörden keine vollständige offizielle Liste der Begünstigten veröffentlicht, was eine unabhängige Überprüfung unmöglich machte.amnesty+1
Die Ankündigung der kubanischen Regierung schloss diejenigen, die wegen "Verbrechen gegen die Autorität" verurteilt wurden, ausdrücklich aus – eine Kategorie, die laut Menschenrechtsgruppen Anklagen wie Ungehorsam und Missachtung umfasst, die häufig zur Verfolgung von Dissidenten verwendet werden. Laut Prisoners Defenders hielt Kuba zum Zeitpunkt seines Berichts vom Februar 2026 1.214 politische Gefangene fest.eltoque
Die Veröffentlichung vom Montag markiert die jüngste in einer Reihe von Gefangenenfreilassungen in diesem Jahr. Im März ließ Kuba 51 Häftlinge nach vom Vatikan vermittelten Gesprächen frei, obwohl nur etwa 27 davon von Beobachterorganisationen als politische Gefangene identifiziert wurden. Die Amnestie im April war die größte derartige Aktion seit fast einem Jahrzehnt und die fünfte seit 2011, wodurch die Gesamtzahl der begnadigten Personen auf über 11.000 stieg.nytimes+3
Die Veröffentlichung der Namen bietet Menschenrechtsgruppen nun die erste Gelegenheit, die Liste mit ihren Datenbanken politischer Häftlinge abzugleichen – ein Prozess, der wahrscheinlich die nächste Phase der US-kubanischen Gespräche prägen wird.