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aa+1hklaw+1aljazeeraKubas Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla wandte sich am Dienstag an den UN-Sicherheitsrat und warnte, dass die US-Ölblockade gegen sein Land einem Kriegsakt gleichkomme. Er rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, sich gegen das zu mobilisieren, was er als eine sich entfaltende humanitäre Katastrophe beschrieb.
"Die von den Vereinigten Staaten gegen Kuba verhängte Öl- und Energiebelagerung ist in ihren Auswirkungen gleichbedeutend mit einer Seeblockade – einem Kriegsakt", sagte Rodríguez laut einer Erklärung des kubanischen Außenministeriums. Er fügte hinzu, dass "die Regierung der Vereinigten Staaten durch ihre Taten in der Lage ist, den internationalen Frieden und die Sicherheit zu untergraben."aa+1
"Ich fordere die internationale Gemeinschaft auf, sich zu mobilisieren, um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern, die durch Waffen oder die Treibstoffblockade herbeigeführt werden könnte", sagte er vor dem Rat und fügte hinzu, dass "jetzt die Zeit für Solidarität mit Kuba gekommen ist."nampa
Die Äußerungen fallen in eine Zeit, in der Kuba die schlimmste Stromkrise seit Menschengedenken durchlebt. Am 14. Mai brach das nationale Stromnetz erneut zusammen, was die östlichen Provinzen in Dunkelheit stürzte, während die Bewohner Havannas mit Stromausfällen von bis zu 24 Stunden konfrontiert waren. Eine Analyse von El País ergab, dass Kubaner mittlerweile mehr Stunden ohne Strom verbringen als mit ihm.npr+2
Die Krise geht auf eine am 29. Januar 2026 von Präsident Trump unterzeichnete Exekutivanordnung zurück, die einen nationalen Notstand in Bezug auf Kuba ausrief und Zölle gegen jedes Land genehmigte, das direkt oder indirekt Öl an die Insel liefert. Die Maßnahme hat Kubas Treibstoffimporte weitgehend unterbunden, die Stromerzeugung drastisch reduziert und seit März wiederholt zu landesweiten Stromausfällen geführt.hklaw+2
Am 7. Mai verurteilten drei UN-Sonderberichterstatter die faktische Blockade und bezeichneten sie als "Energieverhungern" – einen Zustand, in dem Treibstoffknappheit wesentliche Dienstleistungen lähmt, die für ein würdevolles Leben erforderlich sind – und warnten vor schwerwiegenden menschenrechtlichen Folgen.reuters+1
Außenminister Marco Rubio hat diese Charakterisierung zurückgewiesen und behauptet, die US-Maßnahmen seien nicht strafend. "Die Stromausfälle in Kuba haben nichts mit uns zu tun", sagte er und schob die Schuld für die Krise stattdessen auf den Wegfall des subventionierten venezolanischen Öls und jahrzehntelange Misswirtschaft der kubanischen Regierung.aljazeera+1
PolitiFact untersuchte Rubios Behauptung, dass die täglichen 22-stündigen Stromausfälle in Kuba nichts mit der US-Ölblockade zu tun hätten, und stellte fest, dass Experten diese Darstellung bestreiten. Der Council on Foreign Relations erklärte, dass die Energieinfrastruktur Kubas zwar bereits fragil gewesen sei, die Druckkampagne der Trump-Regierung das System jedoch "an den Rand des Abgrunds getrieben" habe.english.elpais+2
Kubas Appell an den Sicherheitsrat markiert eine Eskalation in Havannas diplomatischer Reaktion, wobei unklar bleibt, ob das Gremium Maßnahmen ergreifen wird, da die Vereinigten Staaten als ständiges Mitglied über ein Vetorecht verfügen.