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businesstimes+1reutersinvestingliveDie Aktivität im verarbeitenden Gewerbe in Japan und Südkorea hat im Juli spürbar an Fahrt aufgenommen. Angetrieben von einer Welle von Aufträgen im Halbleiter- und KI-Bereich stieg die Produktion in beiden Ländern auf Mehrjahreshochs, wie aus den am Montag veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes hervorgeht.
Der S&P Global Einkaufsmanagerindex für die japanische Industrie lag im Juli bei 54,5 Punkten, nach 54,8 Punkten im Juni, und verzeichnete damit den siebten Wachstumsmonat in Folge. Die Industrieproduktion wuchs so schnell wie seit Februar 2014 nicht mehr, während die Auftragseingänge das stärkste Plus seit Januar 2022 verzeichneten. Die Befragten verwiesen auf eine robuste Nachfrage nach Chips und KI-bezogener Fertigung.businesstimes+1
Die neuen Exportaufträge legten so kräftig zu wie seit über fünf Jahren nicht mehr, wobei die Unternehmen von steigenden Bestellungen aus Asien und den USA berichteten. „Die Unternehmen gaben häufig an, dass die Verbesserung mit einer höheren weltweiten Nachfrage in der wichtigen Halbleiterindustrie zusammenfiel, während einige Firmen auf ein Wachstum in KI-bezogenen Bereichen der Fertigung verwiesen“, sagte Annabel Fiddes, Economics Associate Director bei S&P Global Market Intelligence.nst+1
Die Einkaufsaktivitäten weiteten sich so stark aus wie seit April 2022 nicht mehr, da die Unternehmen ihre Lagerbestände aufstockten, um sich gegen Lieferkettenstörungen infolge des Nahostkonflikts abzusichern. Die Inflation der Inputkosten schwächte sich auf den niedrigsten Stand seit März ab, wenngleich die Hersteller weiterhin auf kriegsbedingt höhere Öl- und Rohstoffpreise verwiesen.businesstimes+1
Südkoreas Einkaufsmanagerindex für die Industrie kletterte im Juli von 52,1 Punkten im Juni auf 53,1 Punkte und blieb damit laut Reuters den achten Monat in Folge über der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Die neuen Exportaufträge legten zum ersten Mal seit drei Monaten wieder zu, und zwar mit der stärksten Rate seit April 2021, gestützt durch die Stärke im Halbleiter- und Automobilsektor.reuters
„Sowohl das Produktionsvolumen als auch die Auftragseingänge stiegen erneut an, wobei sich der Halbleiter- und der Automobilsektor als besonders stark erwiesen“, sagte Usamah Bhatti, Ökonom bei S&P Global Market Intelligence.reuters
Die Daten untermauern die Ansicht, dass die exportorientierten Volkswirtschaften Asiens von einem breiteren globalen Technologiezyklus profitieren, der sich auf den Aufbau von KI-Infrastruktur konzentriert. Für Japan liefert die anhaltende Stärke der Industrie ein weiteres Argument für die Bank of Japan, die Normalisierung ihrer Geldpolitik fortzusetzen, zumal der Kostendruck und steigende Abgabepreise die Inflation weiter anheizen. In Südkorea dürften die robusten Wachstumsindikatoren den Druck auf die Bank of Korea verringern, die Zinsen in naher Zukunft zu senken. Die Stimmung unter den japanischen Herstellern verbesserte sich auf ein Viermonatshoch, wobei die Unternehmen für das kommende Jahr mit einer anhaltenden Erholung der Nachfrage nach Halbleitern rechnen.investinglive+3