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foxsports+1indiatodaybbcDie FIFA-Weltmeisterschaft 2026, die derzeit in den Vereinigten Staaten stattfindet, wurde von zunehmenden Visakomplikationen überschattet, die Fans, Offizielle und Familienmitglieder aus mehreren Nationen daran gehindert haben, am Turnier teilzunehmen. Das Problem erreichte am Montag einen emotionalen Höhepunkt, als der kapverdische Torhüter Vozinha enthüllte, dass seine Mutter und seine Großeltern aufgrund von Visaproblemen und unerschwinglichen Kosten nicht in der Lage waren, sein historisches WM-Debüt gegen Spanien mitzuerleben.
Vozinha, dessen vollständiger Name Josimar Dias lautet, lieferte am Montag eine Leistung für die Ewigkeit ab und hielt Spanien mit sieben Paraden in Kap Verdes erstem WM-Spiel überhaupt ein sensationelles 0-0-Unentschieden. Mit 40 Jahren wurde er zum ältesten Spieler, der jemals im ersten WM-Spiel einer Nation eingesetzt wurde. Doch der Moment war bittersüß. In einem Interview nach dem Spiel sagte Vozinha, dass US-Visaprobleme seine Mutter daran gehindert hätten, die Reise anzutreten, und fügte hinzu, dass seine Familie sich die Gebühren schlichtweg nicht leisten könne. Auch seinen Großeltern wurde der Zutritt verwehrt.foxsports+3
Die Geschichte verbreitete sich schnell und machte Vozinha zu einem Symbol für die umfassendere Visakrise, die das Turnier beeinträchtigt.
Laut einer BBC-Analyse von Daten des US-Außenministeriums übersteigen die Visum-Ablehnungsquoten für Bürger aus 11 der 48 qualifizierten Nationen 40 Prozent. Fans, die ein Visum benötigen, müssen eine Antragsgebühr von 185 US-Dollar zahlen und an einem persönlichen Interview teilnehmen, um ihre Absicht nachzuweisen, das Land danach wieder zu verlassen. Berichten zufolge wurden von einigen Nationen, darunter auch solchen in Westafrika, Kautionen von bis zu 15.000 US-Dollar verlangt.bbc+1
Der Irak war mit akuten Visaschwierigkeiten konfrontiert, da Fans keine Reiseerlaubnis erhalten konnten. Die Ticketkontingente für iranische Fans wurden Berichten zufolge nur eine Woche vor dem Eröffnungsspiel widerrufen. Fans aus Schottland wurde die Reiseerlaubnis plötzlich entzogen, und Dutzenden marokkanischen Anhängern wurden Visa verweigert, obwohl sie bereits Tickets gekauft hatten. Auch einem somalischen Schiedsrichter wurde die Einreise verweigert.independent+2
Präsident Trump sagte, US-Beamte arbeiteten daran, sicherzustellen, dass die "richtigen Leute" für das Turnier ins Land kommen.nypost
FIFA-Präsident Gianni Infantino erntete für seine Reaktion auf die Krise scharfe Kritik. Am 10. Juni sagte Infantino gegenüber den Medien, die Fans sollten "chill, entspannt euch" und darauf vertrauen, dass die FIFA die Situation handhaben werde. Die Berichterstattung der BBC bezeichnete dies als eine verpasste Gelegenheit für Infantino, sich für die Fans einzusetzen.independent+2
Am Sonntag verspottete der Komiker John Oliver Infantinos Äußerungen in seiner HBO-Show und sagte: "Wenn Trump die Weltmeisterschaft als Vorwand benutzt, um bestimmte Gruppen von Menschen zu bestrafen, reicht es nicht aus, allen zu sagen, sie sollen 'chill' sein".yahoo
Infantino beharrte darauf, dass die Rolle der FIFA darin bestehe, als Sportorganisation zu fungieren und nicht in die US-Einreisegenehmigungen einzugreifen.aljazeera