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reuters.marketscreener.marketscreener.Der Internationale Währungsfonds teilte am Donnerstag mit, dass die globalen Anleihemärkte weiterhin geordnet funktionieren. Die Erklärung folgte auf einen starken Ausverkauf bei Staatsanleihen, der die Kreditkosten weltweit auf die höchsten Stände seit Jahrzehnten getrieben hat.reuters
"Was wir weltweit sehen, ist, dass die Anleihemärkte weiterhin geordnet funktionieren", sagte IWF-Sprecherin Julie Kozack laut Reuters auf einer Pressekonferenz.marketscreener+1
Die Kommentare sind die bisher direkteste Reaktion des IWF auf die Turbulenzen an den Anleihemärkten. Sie erfolgten weniger als zwei Wochen vor den Jahrestagungen des IWF und der Weltbankgruppe, die vom 12. bis 18. Oktober in Bangkok stattfinden werden.imf
Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe ist der Maßstab für Kreditkosten und Vermögenspreise weltweit. Sie stieg am Donnerstag auf bis zu 5,34%, den höchsten Stand seit 2002. Reuters berichtete, dass die Rendite in den drei Monaten bis September den stärksten Quartalsanstieg dieses Jahrhunderts verzeichnete. Der Ausverkauf erfasste auch Staatsanleihen in Frankreich, Großbritannien und Japan.investing+3
Die 10-jährige Rendite gab später leicht nach, so Trading Economics, lag jedoch etwa einen halben Prozentpunkt höher als einen Monat zuvor und etwa 1,2 Punkte höher als vor einem Jahr. Daten der Federal Reserve zeigen, dass die Rendite am 23. September bei 5,11% lag, sie ist also in kurzer Zeit schnell gestiegen.tradingeconomics+1
Im September warnte das Committee for a Responsible Federal Budget vor den Kosten höherer Zinsen. Es stellte fest, dass die 10-jährige Rendite bereits mehr als 60 Basispunkte über den Schätzungen des Congressional Budget Office lag. Sollten die Zinsen so hoch bleiben, würde dies die US-Staatsverschuldung im nächsten Jahrzehnt um etwa 2,3 Billionen Dollar erhöhen, so die Gruppe.crfb
Kozack sagte zudem, dass die Energiepreise weiterhin eine Herausforderung für die Weltwirtschaft darstellen. Die Preise für Diesel, Benzin und Kerosin liegen zwischen 60% und 97% höher als vor Beginn des Konflikts. Sie sagte, dies spiegele sowohl die Auswirkungen des Iran-Krieges als auch die begrenzte globale Raffineriekapazität wider.investing+1
"Die Energiekrise, einer der Faktoren, die die Gesamtinflation anheizen, ist noch nicht vorbei", so Kozack laut dem spanischsprachigen Bericht von Reuters.marketscreener
Die Botschaft des IWF lautet, dass die Märkte unter Druck stehen, aber weiterhin funktionieren. Die offene Frage ist, ob dies Bestand hat, wenn die energiegetriebene Inflation die Renditen weiter nach oben treibt.