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news.yahooimfnews.yahooDer Chefökonom des Internationalen Währungsfonds, Pierre-Olivier Gourinchas, sagte am Freitag, dass die Globalisierung nicht tot sei, sondern „transformiert“ werde. Damit widersprach er den zunehmenden Narrativen, dass die Ära der globalen wirtschaftlichen Integration zu Ende sei.
In einem exklusiven Interview mit der AFP aus seinem Büro im IWF-Hauptquartier in Washington verwies Gourinchas auf solide globale Handels-BIP-Verhältnisse als Beweis dafür, dass Berichte über das Ende der Globalisierung übertrieben seien. „Nun, sie ist sicherlich nicht tot“, sagte er und fügte hinzu: „Wir haben keine Deglobalisierung erlebt. Wir haben erlebt, dass sie transformiert wird.“news.yahoo+1
Die Äußerungen fallen in eine Zeit, in der die Weltwirtschaft mit zahlreichen Störungen zu kämpfen hat, darunter US-Zölle unter Präsident Donald Trump, geopolitische Konflikte im Nahen Osten und laufende Neuausrichtungen der Lieferketten. Der IWF prognostizierte im April, dass das globale Wachstum bis 2026 auf 3,1 Prozent sinken werde, was unter früheren Schätzungen liegt, da Unsicherheit den Handel und Investitionen belastet.imf+1
Gourinchas' Kommentare fielen mit dem Abschluss des Jahrestreffens der „New Champions“ des Weltwirtschaftsforums – bekannt als Sommer-Davos – zusammen, das vom 23. bis 25. Juni im chinesischen Dalian stattfand. Das Treffen brachte mehr als 1.700 Führungskräfte aus über 90 Ländern unter dem Motto „Innovating at Scale“ zusammen, wobei die Fragmentierung des Welthandels als zentrales Anliegen hervortrat.youtube+2
Bei einer gemeinsamen Sitzung von CGTN und dem Weltwirtschaftsforum während der Veranstaltung warnte ein singapurischer Ökonom, dass der Versuch, Globalisierung mit Selbstversorgung in Einklang zu bringen, das Risiko berge, „das Schlechteste aus beiden Welten“ zu erzeugen. Er warnte davor, dass Zölle, Exportkontrollen und Investitionsprüfungsmaßnahmen oft auf die Länder zurückfallen, die sie verhängen.news.cgtn
Der breitere wirtschaftliche Hintergrund unterstreicht die Komplexität des Augenblicks. Das Wachstum des Welthandels mit Waren wird laut UNCTAD von 4,7 Prozent im Jahr 2025 auf 1,5 bis 2,5 Prozent im Jahr 2026 fallen, obwohl die chinesischen Exporte Anfang 2026 in Dollar gerechnet um mehr als 20 Prozent gestiegen sind. Die Spannung zwischen der Aufrechterhaltung des offenen Handels und dem Streben nach wirtschaftlicher Sicherheit bestimmt weiterhin die politischen Debatten von Washington bis Dalian.unctad
Gourinchas deutete an, dass Trumps Zölle die Globalisierung nicht unbedingt beenden, sondern vielmehr „bestimmte bilaterale Beziehungen anpassen“ – eine Formulierung, die die Störung anerkennt, aber nicht so weit geht, einen grundlegenden Bruch mit der Handelsordnung der Nachkriegszeit zu erklären.news.yahoo