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bssnews+1devdiscoursebssnews+1Die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, warnte am Dienstag, dass die Weltwirtschaft weiterhin zwischen dem destabilisierenden Energieschock durch den Iran-Krieg und den Wachstumsimpulsen durch Investitionen in künstliche Intelligenz gefangen sei. Sie verglich die Lage mit einem "vom Sturm gebeutelten Schiff", das durch hohe Inflation, steigende Schulden und Handelsspannungen navigiert.bssnews
In einem Gespräch mit Reportern in Washington vor dem Treffen der G20-Finanzminister in der kommenden Woche in Asheville, North Carolina, sagte Georgieva, die Weltwirtschaft habe den Energieschock durch die Schließung der Straße von Hormus "besser überstanden als befürchtet", warnte jedoch, dass die Krise noch lange nicht vorbei sei.devdiscourse
Die weltweiten Energiepreise sind stark gestiegen, seit die USA und Israel militärische Operationen gegen den Iran eingeleitet haben, was Teheran dazu veranlasste, die Straße von Hormus zu blockieren – einen entscheidenden Engpass für die weltweite Öl- und Gasversorgung. Georgieva nannte mehrere Faktoren, die den Schlag abgefedert haben: die Nutzung von Öl- und Gasreserven, die Erhöhung der Energieversorgung außerhalb der Golfregion, eine geringere Energienachfrage, den Ausbau erneuerbarer Energien und die Rückkehr zur Kohleverstromung in einigen Ländern.devdiscourse+1
Mit Blick auf den bevorstehenden Winter auf der Nordhalbkugel warnte sie jedoch, dass die Energienachfrage steigen und die Ölpreise erneut in die Höhe treiben könnte. "Ein erneuter Anstieg der Ölpreise könnte die Inflation anheizen und die Zentralbanken dazu zwingen, an einer restriktiven Politik festzuhalten, was Auswirkungen auf die Schuldendienstkosten und die Wirtschaftstätigkeit hätte", sagte sie.bssnews
Georgieva äußerte sich besorgt über die sich verschlechternden fiskalischen Bedingungen und verwies auf steigende Staatsanleiherenditen und den ins Stocken geratenen Rückgang der Inflation als Hauptrisiken. Sie beschrieb ein "Tauziehen" zwischen dem negativen Energieschock aus der Golfregion und der positiven Nachfrage durch KI-Investitionen, die die Inflation in entgegengesetzte Richtungen treiben.bloomingbit+2
Im Juli senkte der IWF seine Prognose für das globale Wachstum zum zweiten Mal in diesem Jahr auf 3,0 Prozent, nach 3,1 Prozent in der April-Prognose. Georgieva sagte, die Risiken für den Ausblick seien "ausgewogener" als im April, aber "immer noch nach unten gerichtet".devdiscourse+1
Positiv hob Georgieva hervor, dass KI-Investitionen in den USA die Unternehmensgewinne und die Verbraucherausgaben stützen, während andere Länder nun den Bau von Rechenzentren und die Produktion von KI-Hardware hochfahren. Sie äußerte sich optimistisch, dass sich die Vorteile der Technologie über die Grenzen der USA hinaus ausbreiten, warnte jedoch, dass "erhebliche Unbekannte" blieben und das Risiko, den Anschluss zu verlieren, in Entwicklungsländern "am größten" sei.bssnews+1
Sie forderte die Regierungen auf, fiskalische Ungleichgewichte anzugehen, und appellierte an die Zentralbanken, "laserfokussiert" auf die Inflation zu bleiben, wobei sie betonte, dass es "keinen Raum für Selbstzufriedenheit" gebe.bssnews