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bloomberg+1bloomingbit+1bloomingbit+1Die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, forderte die Regierungen am Sonntag auf, sofortige Maßnahmen zur Verringerung der Haushaltsdefizite zu ergreifen. Sie warnte davor, dass die weltweite Staatsverschuldung einen Rekordwert erreicht habe und auf dem besten Weg sei, bis 2029 die Marke von 100 % des globalen BIP zu überschreiten – zwei Jahre früher als bisher prognostiziert.
Auf dem Qatar Economic Forum in New York sagte Georgieva, das Problembewusstsein wachse zwar, aber die politischen Reaktionen blieben unzureichend. "Wir haben davor gewarnt, dass eine fiskalische Konsolidierung stattfinden muss, und wir sehen viel Verständnis, aber nicht genug Taten", sagte sie laut Bloomberg. Der IWF identifizierte die USA und China als die Haupttreiber der sich beschleunigenden Schuldenentwicklung.unn+2
Georgieva hob die fiskalische Lage der USA hervor und erklärte, sie habe Finanzminister Scott Bessent mitgeteilt, dass der aktuelle Kurs "nicht nachhaltig" sei und das Land sein Defizit und seine Schulden schrittweise reduzieren müsse. Der Fiscal Monitor des IWF vom April 2026 hatte erstmals auf den revidierten Zeitplan für 2029 hingewiesen und den Meilenstein von der ursprünglichen Prognose für 2031 vorgezogen.bloomingbit+3
Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die US-Staatsverschuldung bereits die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten hat. Diese Schwelle wurde Ende August während der ersten 19 Monate der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump erreicht, so Reuters Thomson Reuters Corporation . Der Council on Foreign Relations merkte an, dass dies etwa 117.000 Dollar pro US-Einwohner entspricht.cfr+1
Die Kosten für den Schuldendienst verschärfen das Problem. Laut Fortune erreichten die federalen Nettozinszahlungen im Jahr 2025 18,5 % der Einnahmen und übertrafen damit den bisherigen Rekord aus dem Jahr 1991. Die jährlichen Zinskosten übersteigen nun 1 Billion Dollar – mehr als das gesamte US-Verteidigungsbudget. Das Congressional Budget Office erwartet für 2026 ein Haushaltsdefizit von 2,1 Billionen Dollar, was fast 6 % des BIP entspricht.ua+1
Georgieva warnte zudem, dass die Inflation "hartnäckig" bleibe und die hohen Zinsen die Kosten für den Schuldendienst weltweit in die Höhe trieben. Die Federal Reserve hat ihren Leitzins in der vergangenen Woche um 25 Basispunkte angehoben, die erste Erhöhung seit mehr als drei Jahren, was den Druck auf die Kreditkosten an den globalen Märkten weiter erhöht. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen ist im September auf rund 4,8 % gestiegen, was sich auf die europäischen Anleihemärkte auswirkt und die Kosten für Kreditnehmer in der Eurozone erhöht.unn+2
Der IWF plant, im nächsten Monat aktualisierte Prognosen für die Weltwirtschaft und die Inflation zu veröffentlichen.unn