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reuters+1aljazeera+1flashscore+1Carlos Cordeiro, ein Chefberater von FIFA-Präsident Gianni Infantino, ist am Freitag aus Protest gegen Pläne zum Verkauf von Anteilen am WM-Geschäft an private Investoren mit sofortiger Wirkung zurückgetreten und nannte das Vorhaben „einen schlechten Deal für den Fußball“.reuters+1
Cordeiro, ehemaliger Vice-Chair von Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. und ehemaliger Präsident des US-Fußballverbandes, war seit 2021 als Berater für Infantino tätig. Laut Associated Press vertrat er die FIFA zudem in der Task Force des Weißen Hauses für die Weltmeisterschaft.sports.yahoo
In einer ausführlichen Erklärung stellte Cordeiro klar, dass er an den Plänen für das Projekt FIFA Forward Enterprise (FFE) nicht beteiligt gewesen sei und es „uneingeschränkt“ ablehne.reuters
„Die FIFA verfügt bereits über fantastische finanzielle Ressourcen. Die Organisation sitzt auf Milliarden-Reserven und hat keine Schulden“, schrieb Cordeiro. „Vor diesem Hintergrund macht es wenig Sinn, eine dauerhafte Beteiligung am wertvollsten Wirtschaftsgut des Fußballs zu verkaufen, um 4,2 Milliarden Dollar einzunehmen. Das bedeutet, die Zukunft des Fußballs ohne zwingenden Grund zu verpfänden.“flashscore+1
Er stellte gezielte Fragen zum Ablauf: „Warum dieser Deal? Warum jetzt? Welche Aufsicht gibt es? Wer profitiert davon? Gab es ein wettbewerbliches Verfahren?“thesun
Cordeiro forderte andere innerhalb der FIFA auf, sich ebenfalls zu Wort zu melden: „Entscheidungen dieser Tragweite sollten im Interesse des Fußballs getroffen werden, nicht im Interesse derer, die daran verdienen wollen.“reuters+1
Der Rücktritt bildet den vorläufigen Höhepunkt einer turbulenten Woche für Infantinos Vorhaben, das erst am Dienstag bekannt wurde: die Gründung einer Tochtergesellschaft im Wert von 20 Milliarden Dollar und der Verkauf von mehr als 20 Prozent daran zur Beschaffung von 4,2 Milliarden Dollar von privaten Investoren.news.sky
Die UEFA stimmte am Donnerstag einstimmig dafür, alle FIFA-Wettbewerbe zu boykottieren, sollte das Vorhaben nicht vollständig verworfen werden. Die CONCACAF schloss sich dem Protest unter Berufung auf ein „mangelhaftes Verfahren“ an, während die Asiatische Fußball-Konföderation (AFC) ihre Solidarität mit beiden Verbänden erklärte.aljazeera+3
Die FIFA wies Darstellungen zurück, sie würde den Fußball „ausverkaufen“, und warf Journalisten vor, den Konsultationsprozess zu stören. Der Weltverband erklärte, seine Pläne trotz Gegenwinds fortsetzen zu wollen. Den Mitgliedsverbänden läuft Berichten zufolge eine Entscheidungsfrist von 50 Tagen.flashscore+1
Die Krise stellt Infantinos Führung seit seinem Amtsantritt bei der FIFA im Jahr 2016 vor die bislang schärfste interne Zerreißprobe, da die Kontinentalverbände der Mehrheit der weltweit stärksten Fußballnationen gemeinsam gegen das Vorhaben frontmachen.