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infobae+1forbes+1infobae+1Alle 41 Mitgliedsverbände der CONCACAF stimmten am Donnerstag gegen den Vorschlag von FIFA-Präsident Gianni Infantino, Minderheitsanteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen. Sie schließen sich damit den 55 europäischen Verbänden an, die bereits am selben Tag mit einem vollständigen sportlichen Boykott gedroht hatten, sollte der Plan umgesetzt werden. Der vereinte Widerstand umfasst nun 96 der 211 FIFA-Mitgliedsverbände, was Infantinos Weg zur Sicherung der erforderlichen einfachen Mehrheit bis zur Frist am 19. September erschwert.infobae+2
Der Vorschlag, bekannt als FIFA Forward Enterprise, sieht die Gründung einer kommerziellen Tochtergesellschaft mit einem Wert von etwa 20 Milliarden Dollar vor, wobei die FIFA rund 20 Prozent der Anteile verkaufen will, um bis zu 4,2 Milliarden Dollar zu generieren. JPMorgan berät die FIFA bei diesem Geschäft, und die führende Investorengruppe wird von Josh Kushners Thrive Capital unterstützt, dessen Bruder Jared mit Ivanka Trump, der Tochter von Präsident Donald Trump, verheiratet ist.forbes+1
Die Erklärung der CONCACAF ging nicht so weit wie der drastische sportliche Boykott der UEFA, die erklärte, dass keine europäischen Mannschaften an FIFA-Wettbewerben teilnehmen würden, solange diese Vorschläge auf dem Tisch liegen. Stattdessen wies die CONCACAF ihre Vertreter im FIFA-Rat an, ordnungsgemäße Governance-Verfahren zu fordern und zu prüfen, ob die bestehenden Finanzreserven der FIFA Entwicklungsprogramme ohne externes Kapital finanzieren könnten.vistazo+1
Die Geschichte hat der FIFA und der Fußballfamilie gezeigt, was passiert, wenn die Hüter dieses Sports diese Werte aus den Augen verlieren, so die CONCACAF in ihrer Stellungnahme.infobae
Der Verband verwies auf mangelnde Due-Diligence-Prozesse, den künstlich kurzen Zeitplan und das Fehlen einer Zustimmung durch die eigenen Gremien der FIFA. Zudem wurde der Bedarf an privatem Kapital nach der laut eigener Aussage profitabelsten Weltmeisterschaft der Geschichte infrage gestellt.sportsbusinessjournal+1
Damit der Vorschlag angenommen werden kann, muss eine Mehrheit der 211 FIFA-Mitglieder vor dem 19. September zustimmen. Infantino warnte am Mittwoch, dass Verbände, die den Plan nicht unterstützen, den Zugang zu 20 Millionen Dollar an Soforthilfe sowie weiteren 20 Millionen Dollar über die folgenden drei Jahre verlieren würden.reddit+1
Der Präsident des asiatischen Fußballverbandes, Scheich Salman bin Ebrahim Al-Khalifa, bezeichnete den Vorschlag in einem Brief an die FIFA als völlig inakzeptabel, während der afrikanische Fußballverband ankündigte, die Angelegenheit nächste Woche zu prüfen. Der südamerikanische Verband CONMEBOL hat noch keine öffentliche Position bezogen. Da bereits 96 Stimmen gegen den Plan vorliegen, würden nur 10 weitere Ablehnungen jede mathematische Möglichkeit einer Mehrheitsbildung ausschließen, was Infantino politisch isoliert in einem Streit zurücklässt, der sich zur schwersten institutionellen Krise der FIFA seit Jahren entwickelt hat.forbes+2