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sports.yahooground+1inside.fifa+1FIFA-Präsident Gianni Infantino hat bei der Weltmeisterschaft 2026 in etwas mehr als zwei Wochen 24 Spiele besucht und dabei die USA, Kanada und Mexiko an Bord eines Privatjets durchquert, der laut einer Untersuchung von BBC Sport 27 Flüge absolvierte und mehr als 50.000 Kilometer zurücklegte. Klimaexperten schätzen, dass seine Flugreisen allein während der Gruppenphase in etwa so viel CO2 verursachten wie die jährlichen Emissionen von etwa 78 Menschen weltweit.ground+1
Der Jet, der im Rahmen des Sponsoringvertrags von Qatar Airways mit der FIFA bereitgestellt wurde, flog Infantino in Städte wie Houston, Kansas City, Seattle, Vancouver, San Francisco, Los Angeles, Guadalajara und Mexiko-Stadt – wobei er oft an einem einzigen Tag zwei Spiele in Städten besuchte, die Hunderte von Kilometern voneinander entfernt liegen.sports.yahoo+2
Die Kritik an Infantinos Reisegewohnheiten erfolgt vor dem Hintergrund dessen, was Forscher als die bisher klimaschädlichste Weltmeisterschaft bezeichnen. Ein Bericht von Scientists for Global Responsibility aus dem Jahr 2025 schätzte, dass das Turnier etwa neun Millionen Tonnen CO2-Äquivalent erzeugen wird – fast das Doppelte des Durchschnitts der vier vorangegangenen Turniere zwischen 2010 und 2022. Forscher der Fuqua School of Business der Duke University stellten fest, dass bis zu 87 Prozent der Emissionen des Turniers voraussichtlich auf Reisen zurückzuführen sind, was durch die Entscheidung bedingt ist, Spiele in 16 Städten in drei Ländern mit einem erweiterten Format von 48 Mannschaften auszutragen.sgr+3
Die Prüfung wird durch die eigenen Klimaversprechen der FIFA verschärft. Auf der COP26 im November 2021 verpflichtete sich die FIFA im Rahmen des „Sports for Climate Action Framework“ der UN-Klimarahmenkonvention, ihre Emissionen bis 2030 zu halbieren und bis 2040 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Doch der Anblick des Präsidenten der Organisation, der zehntausende Kilometer mit dem Privatjet zurücklegt, hat diese Verpflichtungen in den Augen von Umweltschützern untergraben.inside.fifa+1
Infantinos persönlicher Reise-Fußabdruck ist nur ein Bruchteil der Gesamtemissionen des Turniers, aber Kritiker argumentieren, dass er ein übergroßes symbolisches Gewicht hat. AFP berichtete, dass die Abhängigkeit des FIFA-Präsidenten von der Privatluftfahrt während der Weltmeisterschaft die Kluft zwischen den erklärten Nachhaltigkeitszielen der Organisation und dem Verhalten ihrer Führung verdeutlicht. Während das Turnier in die K.-o.-Runde geht, bleibt die Spannung zwischen den Klimazielen der FIFA und der Realität der Ausrichtung der größten Weltmeisterschaft der Geschichte ein zentraler Streitpunkt.rfi+1