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investinginvesting+1investing+1Das Wachstum im Verarbeitenden Gewerbe der Eurozone hat im August das höchste Tempo seit mehr als vier Jahren erreicht. Dies geht aus endgültigen Umfragedaten hervor, die am Dienstag von S&P Global veröffentlicht wurden. Der Haupt-Einkaufsmanagerindex stieg von 51,9 im Juli auf 52,7 Punkte. Das ist der höchste Wert seit Mai 2022, liegt jedoch knapp unter der vorläufigen Schätzung von 52,8 Punkten.investing+1
Die Daten deutet auf eine breiter abgestützte industrielle Erholung in der Währungsunion hin, angetrieben vom stärksten Anstieg der Neuaufträge seit Anfang 2022 und einer Fabrikproduktion, die so schnell wuchs wie seit 54 Monaten nicht mehr. Die Exportaufträge legten erst zum zweiten Mal seit viereinhalb Jahren zu, wobei die Auslandsverkäufe in Österreich, Deutschland und den Niederlanden besonders stark ausfielen.investing+1
Deutschland, die größte Volkswirtschaft der Eurozone, verzeichnete den stärksten Monat beim Industriewachstum seit über vier Jahren und sorgte damit nach jahrelanger industrieller Schwäche für Erleichterung. Auch Frankreich trug zur Expansion bei. Die Erholung verlief jedoch keineswegs einheitlich: Italien verzeichnete den ersten Rückgang seit Januar, und auch Spanien verblieb im negativen Bereich.investinglive+3
Das Segment der Vorleistungsgüter, darunter Chemikalien, Metalle und elektronische Bauteile, trug am stärksten zu den Produktionsgewinnen bei. Joe Hayes von S&P Global merkte an, die Daten deuteten darauf hin, dass "das Euro-Währungsgebiet ebenfalls vom Technologie-Superzyklus profitieren kann, selbst wenn es erst spät zur Party erscheint".investinglive
Die Einkaufspreisinflation schwächte sich im August auf ein Sechs-Monats-Tief ab, und die Verkaufspreisinflation folgte einem ähnlichen Abwärtstrend, obwohl beide Werte weiterhin deutlich über dem Niveau vor Beginn des Nahostkonflikts lagen. Die Beschäftigung blieb weitgehend unverändert und beendete damit eine Serie von mehr als drei Jahren mit monatlichen Rückgängen.businesstimes+3
"Der PMI-Bericht für August lieferte die bislang klarsten Anzeichen dafür, dass die Industrieökonomie der Eurozone bisher sowohl den Ölpreisschock als auch die lieferkettenbedingten Störungen durch den Krieg im Nahen Osten abgeschüttelt hat", sagte Hayes. Er mahnte jedoch zur Vorsicht, da das Tempo der Disinflation "zu stagnieren beginnt", was "den vorsichtigen Kurs der Geldpolitiker in der Eurozone bestärken könnte".investing+1
Die Industriedaten erscheinen im Vorfeld der offiziellen Inflationszahlen für die Eurozone, die im Laufe des Dienstags erwartet werden und voraussichtlich einen Anstieg der Verbraucherpreise von 2,9 % im Juli auf 3,3 % im August zeigen werden. Es wird allgemein erwartet, dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen diesen Monat erneut anheben wird, wie aus einer Reuters-Umfrage vom August hervorgeht, bevor die Geldpolitik bis mindestens Mitte 2027 unverändert gehalten wird.devdiscourse+2
Trotz anhaltender Inflationsrisiken stieg das Geschäftsklima der Hersteller den vierten Monat in Folge, wobei der Optimismus hinsichtlich der Aussichten auf Zwölf-Monats-Sicht über seinen langjährigen Durchschnitt kletterte.economictimes+1