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artsy+2artsy+1artsy+2Der ghanaische Künstler Ibrahim Mahama hat sich den ersten Platz auf der Power 100-Liste 2025 von ArtReview gesichert und ist damit die erste Person vom afrikanischen Kontinent, die das einflussreiche Ranking in seiner 24-jährigen Geschichte anführt. Der Aufstieg des 38-jährigen Künstlers vom 14. Platz im Jahr 2024 markiert einen Wendepunkt für zeitgenössische afrikanische Kunst auf der globalen Bühne.artsy+2
Die jährliche Liste von ArtReview, die von einem internationalen Gremium aus Experten der Kunstwelt zusammengestellt wird, würdigt Personen, die die Richtung und den Diskurs der zeitgenössischen Kunst im vergangenen Jahr am stärksten geprägt haben. Mahamas Auswahl spiegelt nicht nur seine künstlerische Praxis wider, sondern auch seine Rolle als das, was ArtReview als „einen Schöpfer von Infrastrukturen, die anderen Künstlern dabei helfen, ihre Visionen zu verwirklichen“ bezeichnet.artreview+1
Bekannt für monumentale Installationen aus Jutesäcken, die ursprünglich für den Transport von Kakaobohnen aus Ghana auf die Weltmärkte verwendet wurden, hat Mahama die Erlöse aus seinem kommerziellen Erfolg in die Gründung kultureller Institutionen in seiner Heimatstadt Tamale im Norden Ghanas gelenkt. Dazu gehören das Savannah Centre for Contemporary Art, das Red Clay Studio und Nkrumah Volini – Räume, die Residenzen, Workshops, Studentenprogramme und Ausstellungen beherbergen.artreview+5
Das Red Clay Studio allein empfängt wöchentlich etwa 2.000 Schulkinder für kostenlose Bildungsworkshops in Robotik, Solarenergie und anderen technischen Fähigkeiten. Das Gelände umfasst auch umfunktionierte Flugzeuge aus der Sowjetzeit und Züge aus der britischen Kolonialzeit, die in Bildungsräume und Bibliotheken umgewandelt wurden.frieze+2
„Da ältere Modelle von Museen und Galerien zu kämpfen haben, sind das Potenzial für neue Formen der Unterstützung und des Teilens von Kunst zentrale Themen für die Gegenwart und nahe Zukunft“, erklärte ArtReview. Die Power 100-Liste 2025 spiegelt diesen Wandel wider, wobei Künstler sechs der ersten 10 Plätze belegen, viele davon anerkannt für die Schaffung ihrer eigenen institutionellen Rahmenbedingungen.theartnewspaper+2
Die Anerkennung erfolgt zu einer Zeit, in der traditionelle Kunstinstitutionen unter wachsendem Druck stehen. Museen in den Vereinigten Staaten haben einen drastischen Rückgang der staatlichen Finanzierung erlebt, wobei die staatliche Unterstützung von 40 Prozent des Einkommens im Jahr 1998 auf unter 24 Prozent bis 2010 zurückgegangen ist. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 55 Prozent der US-Museen derzeit weniger Besucher empfangen als im Jahr 2019.news.artnet+1
Sheikha Al Mayassa bint Hamad bin Khalifa Al Thani, Vorsitzende von Qatar Museums, belegte den zweiten Platz auf der Liste und sprang damit von Platz 21 im Jahr 2024 nach oben. Sheikha Hoor Al Qasimi, Direktorin der Sharjah Art Foundation und die bestplatzierte Persönlichkeit des letzten Jahres, hält den dritten Platz. Das starke Abschneiden der kulturellen Führungspersönlichkeiten aus der Golfregion spiegelt das wider, was ArtReview als eine Verschiebung der Machtzentren beschreibt, da „Kulturkriege und Sparmaßnahmen“ traditionelle Kunstzentren in den Vereinigten Staaten, Deutschland und dem Vereinigten Königreich beeinträchtigen.artsy+2
Zu den weiteren Künstlern in den Top 10 gehören der ägyptische Künstler Wael Shawky, der singapurische Filmemacher Ho Tzu Nyen, die amerikanische Malerin Amy Sherald und der amerikanische Künstler Kerry James Marshall. Unterdessen fielen die Platzierungen prominenter Galeristen, wobei Larry Gagosian von Platz 35 auf 79 und David Zwirner von Platz 38 auf 67 zurückfielen.theartnewspaper+1