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rigzone+1rigzonewsj+1Analysten von HSBC haben am Dienstag ihre Preisprognose für Brent-Rohöl für das Jahr 2026 um 10 Dollar auf 90 Dollar pro Barrel und ihre Prognose für 2027 um 20 Dollar auf 85 Dollar pro Barrel angehoben. Sie verwiesen dabei auf das Scheitern der Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran im Juli sowie auf die anhaltend beeinträchtigten Durchflussmengen durch die Straße von Hormus. Die Revision stellt eine deutliche Kehrtwende gegenüber dem Juli dar, als HSBC seine Brent-Prognose für 2026 auf 80 Dollar pro Barrel gesenkt hatte, in der Erwartung, dass sich die Ölexporte aus dem Golf bis zum Herbst normalisieren würden.rigzone+1
Die Bank hob zudem ihre langfristige Preisannahme ab 2028 auf 75 Dollar pro Barrel an.rigzone
Die leitende globale Öl- und Gasanalystin von HSBC, Kim Fustier, und ihre Kollegen schrieben, dass sich die Durchflussmengen durch die Straße von Hormus seit dem Zusammenbruch des Abkommens zwischen den USA und dem Iran im Juli bei etwa 30 Prozent des Vorkriegsniveaus eingependelt haben, "wenn auch mit erheblicher täglicher Volatilität".rigzone
"Wir glauben, dass sich der Markt an eine gestörte 'neue Normalität' anpasst, in der die Straße weder vollständig geschlossen noch vollständig geöffnet, sondern dauerhaft beeinträchtigt ist", schrieben die Analysten. Sie erwarten, dass die Flüssigkeitsströme durch die Straße von derzeit etwa sechs Millionen Barrel pro Tag bis zum Jahresende auf acht Millionen und bis Mitte 2027 auf 9,5 Millionen ansteigen werden – immer noch weit unter den 19 bis 20 Millionen Barrel pro Tag, die vor Beginn des Konflikts transportiert wurden. HSBC erklärte, man erwarte nicht, dass der Markt vor Mitte 2027 wieder ins Gleichgewicht komme, was weitere Lagerbestandsabbauten in den kommenden Quartalen impliziere.boereport+1
In einem Worst-Case-Szenario eines "Stillstands", in dem die Diplomatie scheitert und die Hormus-Durchflussmengen auf dem aktuellen Niveau bleiben, warnte HSBC, dass Brent auf etwa 120 Dollar pro Barrel steigen könnte.rigzone
Die Prognoseanpassung erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem mehrere Großbanken ihre Ausblicke anpassten. Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. hob am Montag seine Prognosen für Brent und West Texas Intermediate für Dezember 2026 und 2027 um 5 Dollar pro Barrel an und warnte, dass Brent auf über 120 Dollar steigen könnte, wenn die Exporte aus dem Golf weiterhin stark blockiert bleiben. JPMorgan Chase schätzte, dass jeder weitere Monat der Störung den Brent-Preis um 7 bis 8 Dollar pro Barrel erhöhen könnte.economictimes+3
Morgan Stanley stellte fest, dass die anhaltende Unsicherheit das Handelsverhalten verändert. "Die Leute sind präziser mit ihrem Risiko umgegangen", sagte Brendan Ross, Co-Leiter des globalen Ölhandels der Bank, am Mittwoch auf der Asia Pacific Petroleum Conference in Singapur, wie Bloomberg berichtete. Händler sind auf Positionen innerhalb eines Drei- bis Sechs-Monats-Fensters ausgewichen, was die Liquidität aus längerfristigen Terminkontrakten abzieht.oilprice
Ole Hansen, Leiter der Rohstoffstrategie bei der Saxo Bank, warnte am Montag, dass ein Brent-Preis unter 100 Dollar "tieferen Energiestress maskiert", wobei europäischer Diesel nahe 200 Dollar pro Barrel gehandelt wird und Kerosin nicht weit dahinter liegt. Hedgefonds haben laut Börsendaten, die vom Energieanalysten John Kemp zusammengestellt wurden, bis zum 1. September eine Netto-Long-Position von 177 Millionen Barrel bei Benzin- und Dieselkontrakten aufgebaut.oilprice+1
"Dies verwandelt den aktuellen Energieschock zunehmend in eine Krise bei raffinierten Produkten und nicht nur in eine Rohölkrise", schrieb Hansen.rigzone