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wired+1centerforcybersecuritypolicy+1techradar+1Die führenden Sicherheits- und Datenschutzverantwortlichen von Googles Muttergesellschaft Alphabet Inc. haben laut einem am Sonntag von WIRED veröffentlichten Bericht gewarnt, dass vorgeschlagene Maßnahmen der Europäischen Union, die das Unternehmen zur Weitergabe detaillierter Suchdaten und zur Öffnung von Teilen seines Android-Betriebssystems verpflichten, Milliarden von Nutzern Hackern und Betrug aussetzen könnten.wired+1
Die Warnungen richten sich gegen die Spezifizierungsverfahren der Europäischen Kommission im Rahmen des Digital Markets Act (DMA). Diese zielen darauf ab, Google zu zwingen, Drittanbietern von Suchmaschinen und KI-Chatbots Zugang zu anonymisierten Ranking-, Abfrage-, Klick- und Ansichtsdaten der Google-Suche zu gewähren und konkurrierenden KI-Diensten eine tiefere Interoperabilität mit Android-Hardware- und Softwarefunktionen zu ermöglichen.europa+1
Die Europäische Kommission leitete die Verfahren im Januar 2026 ein und legte Google am 16. April vorläufige Ergebnisse vor. Darin werden Maßnahmen spezifiziert, die das Unternehmen verpflichten würden, granulare Suchdaten auf Einzeldatensatzebene täglich über eine automatisierte API bereitzustellen. Die Daten würden Suchanfragen, Klicks, Verfeinerungen von Suchanfragen, Gerätekennungen und grobe Standortdaten umfassen.centerforcybersecuritypolicy+2
Gemäß Artikel 6(7) des DMA muss Google auch konkurrierenden KI-Diensten – wie etwa Rivalen seines eigenen Gemini-Assistenten – einen ebenso effektiven Zugang zu Android-Funktionen gewähren, einschließlich der Aktivierung durch Aktivierungswörter, kontextbezogener Daten und der Fähigkeit, innerhalb von Apps zu agieren. Es wird erwartet, dass die Kommission bis zum 27. Juli 2026 eine endgültige verbindliche Entscheidung trifft.techradar+2
Google argumentiert, dass der von den Regulierungsbehörden vorgesehene Umfang des Datenaustauschs Cybersicherheitslücken schafft, die es Hackern ermöglichen könnten, sensible Nutzerinformationen aus vermeintlich anonymisierten Datensätzen zu rekonstruieren. Ein Reuters-Bericht vom Mai wies darauf hin, dass ein führender Google-Wissenschaftler gewarnt habe, die EU-Maßnahmen stellten ein direktes Datenschutzrisiko für Nutzer dar.reuters+2
Datenschutzforscher haben einige dieser Bedenken geteilt. Der Cybersicherheitsexperte Lukasz Olejnik schrieb im April, dass das von der Kommission vorgeschlagene Bereinigungsschema – das Entitäts-Zulassungslisten und Schwellenwerte für die Abfragelänge verwendet – dennoch die Veröffentlichung eindeutiger Suchanfragen ermöglichen könnte, die aus gebräuchlichen Wörtern bestehen, selbst wenn diese Anfragen nur einmal gestellt wurden. Das Center for Cybersecurity Policy and Law warnte im Mai ebenfalls, dass die Anforderung zur Weitergabe hochgradig granularer Daten an eine breite Palette von Empfängern Sicherheitsrisiken birgt.lukaszolejnik+1
Die Progress Chamber merkte an, dass der Vorschlag zur Android-Interoperabilität "das Risiko birgt, neue Wege für KI-Agenten zu eröffnen, den Nutzerkontext zu überwachen, innerhalb anderer Apps zu agieren, Einstellungen zu ändern und Daten preiszugeben".progresschamber
Der Konflikt spiegelt eine wachsende Spannung zwischen den Wettbewerbszielen der EU und Sicherheitserwägungen wider, während Regulierungsbehörden darauf drängen, die Vorteile dominanter Plattformen abzubauen. Google sah sich separat mit einer möglichen Rekordstrafe gemäß dem DMA für seine Suchpraktiken konfrontiert, und ein US-Bundesgericht ordnete letztes Jahr ebenfalls eine begrenzte Weitergabe von Suchdaten als Abhilfemaßnahme im Kartellverfahren gegen das Unternehmen an. Der Ansatz der EU ist jedoch umfassender und deckt mehr Datentypen und einen größeren Kreis anspruchsberechtigter Empfänger ab als die US-Anordnung.siliconangle+1
Google hat bekräftigt, dass es fairen Wettbewerb unterstützt, die Vorschläge der Kommission in ihrer derzeitigen Form jedoch über das Notwendige hinausgehen und die Sicherheit der Nutzer gefährden.wsj