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reutersreuters+1finance.yahooDie Ölpreise blieben nahe ihren jüngsten Tiefstständen stabil, da die Ölexporte aus der Golfregion im Juni stark anstiegen, angetrieben durch Rekordlieferungen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dennoch trübten anhaltende regionale Spannungen weiterhin den Ausblick für die Wasserstraße, über die etwa ein Fünftel des weltweiten Rohöls transportiert wird.
Die kombinierten Exporte von Rohöl und Kondensat aus Saudi-Arabien, den VAE, Kuwait, dem Irak und dem Iran stiegen im Juni um mehr als 3,5 Millionen Barrel pro Tag auf 10,07 Millionen bpd, so Reuters unter Berufung auf Daten des Frachtanalyseunternehmens Kpler. Vortexa schätzte die Ströme auf 10,2 Millionen bpd, ein Anstieg gegenüber 7 Millionen bpd im Mai, aber immer noch deutlich unter den 16,5 Millionen bpd, die ein Jahr zuvor verschifft wurden.egyptoil-gas+1
Die VAE führten die Erholung an, wobei die Exporte laut Daten von Kpler, Vortexa und LSEG ein Rekordniveau von 3,7 bis 3,8 Millionen bpd erreichten – mehr als 1 Million bpd über dem Niveau vom Mai. Die Rohölverladungen aus Abu Dhabi beliefen sich zwischen dem 1. und 29. Juni auf durchschnittlich 4 Millionen bpd und übertrafen damit das Vorkriegsniveau von 3,4 Millionen bpd, sagte Emma Li, leitende Ölanalystin bei Vortexa. Die Exporte Saudi-Arabiens stiegen um 768.000 bpd auf 4,52 Millionen bpd, während sich der Irak und Kuwait jeweils auf rund 800.000 bpd erholten.reuters+2
Der Anstieg folgte auf eine Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran vom 17. Juni, die einen 60-tägigen Waffenstillstand festlegte und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus forderte.thehill+1
Der Wiederanstieg des Angebots aus der Golfregion drückte einen wichtigen Ölmarktindikator in den bärischen Bereich. Der Brent-Time-Spread für den Frontmonat wechselte in den Contango – bei dem der nächste Kontrakt unter dem Folgemonat gehandelt wird –, zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar, berichtete Reuters am 24. Juni. Die Verschiebung signalisiert, dass Händler ein kurzfristiges Überangebot erwarten, da wieder mehr Öl in den Markt fließt.bloomberg+1
Die Citigroup schloss sich am 3. Juli dem bärischen Chor an und prognostizierte, dass Brent bis Jahresende auf 60 bis 65 US-Dollar pro Barrel fallen könnte, da die geopolitische Risikoprämie nachlässt. „Wir empfehlen weiterhin, alle Sommer-Rallyes zu verkaufen“, schrieben die Analysten der Bank.finance.yahoo+1
Trotz der allgemeinen Erholung der Exporte bleiben die Versandmuster fragil. Das gemeinsame Militärkommando des Iran warnte am 2. Juli, dass Tanker die von Teheran genehmigten Routen durch die Straße nutzen müssen oder mit einer „gewaltsamen Reaktion“ rechnen müssen. Dies verschärfte die Spannungen um eine Wasserstraße, die weiterhin im Mittelpunkt der laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran steht. Die Schiffsbewegungen durch die Straße sind weiterhin zwischen einem von Iran überwachten nördlichen Korridor und einer südlichen Route entlang der Küste Omans aufgeteilt, wobei jüngste Sicherheitsvorfälle den Verkehr auf letzterer reduziert haben, berichtete das Logistikunternehmen Kuehne+Nagel.clickorlando+1
Die Wochenendangriffe zwischen den USA und dem Iran am 28. Juni unterbrachen den Verkehr kurzzeitig, bevor beide Seiten zustimmten, sich zurückzuziehen und die Gespräche in Doha wieder aufzunehmen.aljazeera+1