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bloombergbloomberg+1live.euronext+1Glencore erwarb Ende 2025 Optionen auf eine Minderheitsbeteiligung an Radiant World, nur wenige Monate bevor die Geschäftsbeziehung mit dem in Singapur ansässigen Eisenerzhändler beendet wurde, der nun wegen angeblich gefälschter Handelsdokumente im Visier US-amerikanischer Bundesbehörden steht, berichtete Bloomberg am Montag.bloomberg
Das Optionsgeschäft, das bisher nicht öffentlich bekannt war, unterstreicht die Tiefe der Beziehung zwischen Glencore und Radiant World, bevor Bedenken hinsichtlich betrügerischer Dokumentation in der Rohstoffhandelsbranche aufkamen.
Das finanzielle Engagement von Glencore bei Radiant World übersteigt laut Reuters 500 Millionen Dollar, obwohl das Unternehmen diese Zahl bestritten und erklärt hat, dass das tatsächliche Engagement "deutlich unter" diesem Betrag liege. CEO Gary Nagle sagte am 5. August, dass das Unternehmen eine Rückstellung für sein Engagement bei Radiant World gebildet habe, beschrieb dies jedoch als "nicht wesentlich" und bestätigte, dass Glencore alle neuen Geschäfte mit der Firma eingestellt habe.live.euronext+1
"Wir haben noch einige bestehende Verträge mit offenen Punkten. Wir prüfen, wie wir diese auf rechtlich einwandfreie Weise angehen können, aber wir haben keine neuen Geschäfte mehr mit Radiant abgeschlossen", sagte Nagle gegenüber Journalisten.live.euronext
Die Vitol Group und Cargill setzten im Juli 2026 ebenfalls ihre Geschäfte mit Radiant World aus, nachdem sich Bedenken hinsichtlich ungültiger Rechnungen und anderer Handelsdokumente in der Branche verbreitet hatten.cryptobriefing+1
Das US-Justizministerium und die Commodity Futures Trading Commission untersuchen beide die Transaktionen von Radiant World, berichtete Bloomberg letzte Woche. Im Zentrum der Untersuchungen steht der Vorwurf, dass Radiant World gefälschte Rechnungen und andere Dokumente bei Banken eingereicht hat, um Handelsfinanzierungen zu erhalten. Die Gläubigerforderungen gegen das Unternehmen stiegen von 10 im Jahr 2025 auf 21 bis zum 11. August 2026. Radiant World hat erklärt, dass die Vorwürfe gegen das Unternehmen "ungenau und unbegründet" seien.bloomberg+2
Radiant World, gegründet von dem 23-jährigen Pinkesh Nahar, war zu einem der weltweit größten Eisenerzhändler mit einem Jahresumsatz von rund 12 Milliarden Dollar herangewachsen, bevor der Skandal bekannt wurde. Es wurden bisher keine Anklagen erhoben.inc
Trotz des Engagements bei Radiant World meldete Glencore am 5. August robuste Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026 mit einem bereinigten EBITDA von 10,1 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 86 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, bei einem Umsatz von 174,4 Milliarden Dollar. Das Unternehmen kündigte eine Ausschüttung an die Aktionäre in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar an, bestehend aus 1 Milliarde Dollar in bar und 500 Millionen Dollar in Aktienrückkäufen. Glencore bereitet sich auf den kommenden CEO Suresh Vadnagra vor, der die Nachfolge von Gary Nagle antreten wird.tradingview+2