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reuters+1reuters+1fashionunited+1Die Frasers Group gab am Dienstag bekannt, dass sie ihren Anteil an Hugo Boss auf rund 30,28 % erhöht hat. Damit wurde eine wichtige regulatorische Schwelle überschritten, die nach deutschem Recht ein Pflichtübernahmeangebot auslöst, während der britische Konzern die umstrittene Übernahme des deutschen Modehauses weiter vorantreibt.investing+1
Der britische Einzelhandelskonzern, der vom Milliardär Mike Ashley kontrolliert wird, erwarb nach der Ausübung von Verkaufsoptionen durch Vertragspartner am 17. Juli 2026 zusätzliche 2.549.900 Hugo-Boss-Aktien. Dies entspricht rund 3,69 % des Grundkapitals und der Stimmrechte des Unternehmens. Frasers hält nun insgesamt 20.897.361 Aktien der in Metzingen ansässigen Luxusmarke.fashionunited
Nach dem deutschen Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) ist jeder Aktionär, der die Schwelle von 30 % der Stimmrechte überschreitet, verpflichtet, ein Pflichtangebot für die verbleibenden Aktien abzugeben. Frasers hatte bereits am 10. Juni ein freiwilliges öffentliches Barübernahmeangebot zu 38 Euro je Aktie vorgelegt, was die Transaktion mit rund 2 Milliarden Euro bewertet. Das Unternehmen bestätigte am 25. Juni, dass der Angebotspreis endgültig sei und nicht erhöht werde.reuters+4
Vorstand und Aufsichtsrat von Hugo Boss haben den Aktionären empfohlen, das Angebot abzulehnen. Sie bezeichneten es als „finanziell unangemessen“ und argumentierten, es spiegele lediglich den gesetzlichen Mindestpreis nach den deutschen Übernahmevorschriften wider. Das Unternehmen erklärte, das Angebot trage weder dem langfristigen Wert von Hugo Boss noch dem Potenzial der laufenden Turnaround-Strategie unter CEO Daniel Grieder Rechnung.tradingview+1
Die externen Berater Bank of America und Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. unterstützten die Einschätzung des Vorstands, dass das Angebot das Unternehmen nicht angemessen bewertet. Der Aufsichtsratsvorsitzende Stephan Sturm erklärte, er sei überzeugt, dass das aktuelle Restrukturierungsprogramm den Aktionären bessere Renditen bringen könne als die Annahme des Angebots.tradingview
Die erste Annahmefrist für das Angebot von Frasers endet voraussichtlich am 27. Juli 2026 um Mitternacht mitteleuropäischer Sommerzeit. Frasers teilte am Dienstag mit, dass das Angebot für Aktionäre, die ihre Aktien andienen wollen, weiterhin offen steht. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Transaktion im Falle eines Erfolgs vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen wird.finance.yahoo+3