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reuters.time.aljazeera.Die nationale Cybersicherheitsbehörde Frankreichs teilte am Dienstag mit, dass der Cyberangriff auf die Kühl- und Gefriersysteme von Supermärkten auch Kühlsysteme von Copeland und dessen Marke Dixell getroffen hat. Bis dahin hatten Ermittler nur auf Geräte des dänischen Herstellers Danfoss hingewiesen. Ein Sprecher von Copeland lehnte es ab, die Informationen zu bestätigen. Der Sprecher sagte, die oberste Priorität des Unternehmens sei der Schutz des Kundenbetriebs.reuters
Die Enthüllung deutet darauf hin, dass der Angriff über die Ausrüstung eines einzelnen Lieferanten hinausging. Hacker trieben die Temperaturen in Hunderten von Supermarktkühlschränken auf bis zu 50 Grad Celsius, was Lebensmittel verdarb und Brände verursachte.reuters
Die erste offizielle Warnung konzentrierte sich auf Danfoss. CERT-FR, das Notfallteam der Behörde ANSSI, gab am 12. Oktober eine Warnung vor "zahlreichen Kompromittierungen" zweier Danfoss-Steuerungsserien, AK-SM und AK-SC, heraus. Betreiber wurden angewiesen, die Geräte vom Netz zu trennen oder den Zugriff streng zu filtern. Danfoss erklärte, die betroffenen Einheiten "liefen mit veralteter Firmware" und viele hätten das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und erhielten keine Sicherheitsupdates mehr.centraloregondaily+2
Im August beschrieb das Cybersicherheitsunternehmen Claroty Schwachstellen im AK-SM 800A-Controller von Danfoss, die es Eindringlingen ermöglichen könnten, die Authentifizierung zu umgehen. Diese Schwachstellen wurden inzwischen behoben. Ermittler haben nicht öffentlich mitgeteilt, wie die Angreifer eingedrungen sind, und keine Gruppe hat die Verantwortung übernommen. Drei Cyberexperten sagten gegenüber Reuters, der Angriff scheine einfach durchzuführen zu sein. Unter Verwendung des Suchdienstes Shodan fand Reuters am Dienstag mindestens 4 500 Danfoss-Schnittstellen, die weiterhin im Internet sichtbar waren.reuters+1
Der Angriff begann in der Nacht zum 11. Oktober und zwang die Kühlsysteme in kontinuierliche Abtauzyklen. Le Monde berichtete, dass die Hacker einige Abtauzyklen von einer Stunde auf acht Stunden verlängerten, um Alarme zu verzögern.aljazeera+1
Einzelhändler nannten folgende betroffene Geschäfte:
ksl+1reuterscentraloregondailykslcentraloregondailyIntermarché-Chef Thierry Cotillard sagte gegenüber BFM TV, die Verluste würden "landesweit an einem einzigen Tag zig Millionen Euro" erreichen.reuters+1
Die Pariser Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen Cyberkriminalität eingeleitet. Premierminister Sébastien Lecornu wies die ANSSI an, zu ermitteln und sich mit europäischen Partnern abzustimmen. Félix Aimé, Analyst bei Sekoia, sagte gegenüber Reuters, dass auch Spanien, Portugal, Polen, Deutschland und Belgien betroffen seien. Kein anderes Land hat bisher einen damit zusammenhängenden Einbruch bestätigt.aljazeera+3
Schelcher bezeichnete den Angriff als "von extremer Schwere" und "beispiellos". Er sagte, er habe Ausrüstung ins Visier genommen, die für die Lebensmittelversorgung der französischen Bevölkerung unerlässlich sei.time