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france24srnnewsrfi+1Französische Abgeordnete haben am Dienstag ein Gesetz verabschiedet, das den Zugang zu sozialen Medien für Kinder unter 15 Jahren verbietet. Damit ist Frankreich das erste Land in Europa, das eine solche Beschränkung erlässt, und schließt sich einer wachsenden globalen Bewegung zur Begrenzung der Online-Exposition junger Menschen an.
Das Gesetz passierte seine letzte parlamentarische Hürde, nachdem sich Mitglieder der Nationalversammlung und des Senats am Montag in einem gemeinsamen Ausschuss auf einen Kompromiss geeinigt hatten, der monatelange Meinungsverschiedenheiten über den Umfang des Verbots beendete. Digitalministerin Anne Le Henanff erklärte am Montag: "Frankreich wird das erste Land in Europa sein, das eine digitale Altersgrenze einführt, um unsere Kinder online besser zu schützen".france24+1
Die Einschränkung für soziale Medien wird in zwei Phasen umgesetzt. Die Erstellung neuer Konten für Personen unter 15 Jahren wird ab dem 1. September blockiert, während bestehende Konten von Minderjährigen ab Januar 2027 betroffen sein werden. Plattformen müssen Altersverifizierungssysteme implementieren, die von der französischen Datenschutzbehörde genehmigt wurden.srnnews+3
Die Gesetzgebung sieht Ausnahmen für Online-Lexika, Bildungsplattformen und Open-Source-Software-Seiten vor. Zudem wird ein bestehendes Verbot von Smartphones an Grund- und Mittelschulen auf weiterführende Schulen ausgeweitet.france24+3
Das Gesetz steht vor möglichen Komplikationen aus Brüssel. Die Europäische Kommission stellte Anfang des Monats fest, dass der Gesetzentwurf nicht vollständig mit EU-Recht, insbesondere dem Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act), vereinbar sei, und forderte Frankreich auf, bestimmte Bestimmungen zu ändern. Gemäß den EU-Notifizierungsregeln kann das Gesetz nicht vor dem 10. August formell in Kraft treten.rfi+2
Der Hauptstreitpunkt zwischen den beiden Kammern betraf den Umfang der betroffenen Plattformen. Die Nationalversammlung befürwortete ein Verbot aller sozialen Netzwerkdienste, während der Senat einen Blacklist-Ansatz bevorzugte. Der umfassendere Rahmen des Unterhauses setzte sich letztlich durch.fortune+1
Präsident Emmanuel Macron Euronext N.V. hat das Verbot als eine der wichtigsten Reformen seiner letzten Amtszeit vorangetrieben und die Durchsetzung bis zum Schulbeginn im September zugesagt. Frankreich folgt damit Australien, das im Dezember 2025 das weltweit erste Verbot sozialer Medien für unter 16-Jährige erließ, und schließt sich einer Welle ähnlicher Bemühungen in Norwegen, Großbritannien, der Türkei und Indonesien an.france24+2
Laut einem Bericht einer französischen Gesundheitsbehörde nutzen etwa 90 Prozent der Kinder im Alter von 12 bis 17 Jahren täglich Smartphones für den Internetzugang, wobei 58 Prozent ihre Geräte für soziale Netzwerke verwenden.fortune