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reutersfinance.yahoofinance.yahooEuropas zwei größte Volkswirtschaften wuchsen im zweiten Quartal 2026 jeweils um 0,2 Prozent, wie am Donnerstag veröffentlichte Daten zeigen. Dies ist ein vorsichtiges Zeichen der Widerstandsfähigkeit, während der Kontinent mit den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges und der US-Zölle kämpft.
Das deutsche Bruttoinlandsprodukt stieg gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent, wie vorläufige Daten des Statistischen Bundesamtes zeigten. Damit übertraf es die von Reuters befragten Analysten, die mit 0,1 Prozent Wachstum gerechnet hatten. Exporte waren der primäre Wachstumstreiber und sorgten für Entlastung nach einer Phase der Handelsunsicherheit durch den Druck der US-Zölle.firstpost+1
Das Bild hinter der Schlagzeile war weniger ermutigend. Der private Konsum blieb gedämpft und die Kapitalinvestitionen gingen im Vergleich zum ersten Quartal zurück, was auf eine anhaltende Schwäche der Binnennachfrage hindeutet. Das Statistische Bundesamt revidierte zudem das Wachstum des ersten Quartals von zuvor 0,3 Prozent auf 0,4 Prozent nach oben.reuters+1
Die französische Wirtschaft wuchs um 0,2 Prozent, nachdem sie im ersten Quartal um 0,1 Prozent geschrumpft war. Das Ergebnis entsprach dem Konsens der Reuters-Analysten. Das nationale Statistikamt INSEE nannte eine Erholung der Konsumausgaben und einen Anstieg der Exporte im Luftfahrtsektor als wesentliche Faktoren.finance.yahoo+1
Das Wachstum erfolgt in einer Zeit, in der Frankreich mit Gegenwind durch US-Zölle und Störungen auf dem Energiemarkt aufgrund des Iran-Konflikts zu kämpfen hat. Anfang Juli senkte die französische Regierung ihre Wachstumsprognose für das Gesamtjahr 2026 von 0,9 Prozent auf 0,7 Prozent.wmbdradio+1
Finanzminister Roland Lescure sagte, die Zahlen zeigten, dass die Wirtschaft standhalte. "Das gibt uns eine gewisse Beruhigung im Hinblick auf unsere Prognose von 0,7 Prozent", sagte Lescure gegenüber dem Radiosender France Inter.finance.yahoo
Obwohl beide Länder identische Wachstumsraten verzeichneten, unterschied sich die Zusammensetzung dieses Wachstums. Frankreichs Expansion wurde sowohl von Konsumenten als auch von Exporteuren gestützt, während Deutschland fast ausschließlich auf die Auslandsnachfrage angewiesen war, wobei die Binnenausgaben und Unternehmensinvestitionen das Ergebnis belasteten. Investoren werden nun auf kommende Daten achten, um Anzeichen dafür zu finden, ob eine der beiden Volkswirtschaften ihre Dynamik in der zweiten Jahreshälfte inmitten anhaltender geopolitischer und handelspolitischer Unsicherheit beibehalten kann.reuters+1