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nytimesnytimesnytimesFrank Gehry, der kanadisch-amerikanische Architekt, dessen titanverkleidetes Guggenheim-Museum in Bilbao eine schrumpfende spanische Industriestadt verwandelte und eine neue Ära der Architektur als kulturelles Spektakel einläutete, starb am Freitag in seinem Zuhause in Santa Monica, Kalifornien. Er wurde 96 Jahre alt.
Meaghan Lloyd, seine Stabschefin, bestätigte, dass Gehry einer kurzen Atemwegserkrankung erlag.nytimes+3
Gehrys Tod markiert das Ende einer Karriere, die die zeitgenössische Architektur grundlegend neu gestaltete und aufzeigte, wie kühnes Design als wirtschaftlicher Katalysator für Städte weltweit dienen kann. Seine skulpturalen, emotional ausdrucksstarken Gebäude – gekennzeichnet durch wellenförmige Formen und den innovativen Einsatz von Materialien wie Titan und Edelstahl – halfen zu definieren, was Architektur im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert sein konnte.latimes+2
Als das Guggenheim-Museum Bilbao 1997 eröffnet wurde, feierten Kritiker es als transformativ. Der Architekturkritiker der New York Times, Herbert Muschamp, nannte es „Das Wunder von Bilbao“, während der Architekt Philip Johnson beim ersten Anblick des Bauwerks weinte. Das Museum zog im Eröffnungsjahr 1,3 Millionen Besucher an und generierte geschätzte 400 Millionen Euro jährlich für die lokale Wirtschaft, was den Begriff „Bilbao-Effekt“ hervorbrachte, um die Kraft der Architektur zur Wiederbelebung angeschlagener Städte zu beschreiben.nytimes+4
Zu Gehrys weiteren bedeutenden Werken gehört die 2003 fertiggestellte Walt Disney Concert Hall in Los Angeles, die zu einem leuchtenden Wahrzeichen auf dem Bunker Hill wurde. Die Fondation Louis Vuitton in Paris, die 2014 eröffnet wurde, zeichnete sich durch Glassegel aus, die das Gebäude wie ein transparentes Schiff einhüllten, und repräsentierte das, was Kritiker als eine „neu verfeinerte“ Richtung in Gehrys Spätwerk bezeichneten.latimes+4
Geboren als Frank Owen Goldberg am 28. Februar 1929 in Toronto, zog Gehry 1947 mit seiner Familie nach Los Angeles, nachdem sein Vater einen Herzinfarkt erlitten hatte. Er änderte seinen Nachnamen 1954 in Gehry, um Antisemitismus zu vermeiden. Seine Karriere erregte 1978 breite Aufmerksamkeit, als er sein eigenes Haus in Santa Monica radikal umgestaltete, indem er einen bescheidenen Bungalow im niederländischen Kolonialstil mit Wellblech, Sperrholz und Maschendrahtzaun umhüllte.nytimes+2
Gehry erhielt 1989 den Pritzker-Preis, die höchste Auszeichnung der Architektur. Er hinterlässt seine Frau Berta, die er 1975 heiratete, und vier Kinder.latimes+4