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reutersreuterslive.euronextDie Europäische Zentralbank tendiert dazu, die Übernahme der deutschen Commerzbank durch die UniCredit SpA zu genehmigen. Dies geht aus einem internen Dokument hervor, über das Reuters am Mittwoch exklusiv berichtete. Damit wäre die größte regulatorische Hürde für den bedeutendsten Bankendeal in der EU seit der globalen Finanzkrise genommen.reuters
Das Dokument, das im vergangenen Monat dem Aufsichtsgremium der EZB vorgelegt wurde, sah "keine Einwände" gegen die Transaktion, bezeichnete die erwartete Integration jedoch als "herausfordernd und langwierig". Eine abschließende Prüfung wird für September oder Oktober erwartet, wobei die EZB anmerkte, dass der Antrag der UniCredit zum Zeitpunkt der Präsentation noch unvollständig war. Ein vollständiger Antrag wurde Ende Juli eingereicht.live.euronext+1
Das Dokument enthüllt bisher nicht gemeldete Einwände der deutschen BaFin, die ein "aggressives und teilweise intransparentes Verhalten" der UniCredit während des Übernahmeprozesses hervorhob. Die BaFin wies zudem auf "Schwächen bei den Kontrollmechanismen" des italienischen Kreditgebers hin und erklärte, dass die feindliche Art des Angebots das Management, die Mitarbeiter, die Gewerkschaften und die politischen Akteure der Commerzbank verärgert habe.reuters+1
Die deutschen Aufsichtsbehörden fordern von der UniCredit eine "Mitigationsstrategie", um das Vertrauen innerhalb der Commerzbank wiederherzustellen und die eigenen Governance-Kontrollen zu stärken.reuters
Obwohl die EZB viele der gleichen Herausforderungen anerkannte, kam sie zu dem Schluss, dass diese eine Blockade des Deals nicht rechtfertigen. Bedenken hinsichtlich des Vorstands der UniCredit seien bereits durch aufsichtsrechtliche Maßnahmen wie detailliertere Protokolle und eine stärkere Aufsicht adressiert worden, so das Dokument. Auch Mängel bei der Geldwäschebekämpfung in der deutschen Tochtergesellschaft der UniCredit würden behoben.live.euronext+1
Die UniCredit hat durch ein 43 Milliarden Euro schweres feindliches Angebot einen Anteil von rund 48% an der Commerzbank aufgebaut, was auf Widerstand des Managements und der Bundesregierung stieß, wobei sich der Widerstand zuletzt teilweise abgeschwächt hat. Die EZB prüft die Annahme der UniCredit, dass sie nach einer 51-prozentigen Beteiligung eine Kapitalquote von 12,5% halten kann, wobei diese Prüfung als Routine und nicht als Signal für eine Ablehnung beschrieben wird.reuters+1
Sprecher von EZB, BaFin, UniCredit und Commerzbank lehnten eine Stellungnahme zu dem Dokument ab.reuters