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rigzone+1reuters+1rigzoneExxonMobil erklärte am Donnerstag, dass die Welt auf einen raschen Temperaturanstieg zusteuert, da die anhaltende Kohlenutzung die Kohlendioxidemissionen weit über das Maß hinaustreibt, das zur Erreichung der Klimaziele bis zur Mitte des Jahrhunderts erforderlich ist. Dies geht aus dem am 17. September veröffentlichten jährlichen Global Outlook des Unternehmens hervor.reuters+1
Der Ölkonzern prognostiziert, dass die CO2-Emissionen im Jahr 2050 einen Wert von 30 Milliarden Tonnen erreichen werden – fast das Dreifache des Niveaus, das erforderlich wäre, um die Erwärmung auf 2 °C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Die Schätzung liegt um rund 10 Prozent höher als die Prognose von ExxonMobil vor einem Jahr, da sich die Einführung der CO2-Abscheidung verlangsamt und Kohle ein dominierender Brennstoff für die Stromerzeugung bleibt.corporate.exxonmobil+1
Prasanna Joshi, Direktor für Wirtschaft und Energie bei ExxonMobil, sagte, die Welt sei „weit davon entfernt“, das vom Weltklimarat der UN festgelegte 2-Grad-Ziel zu erreichen. Beim derzeitigen Tempo seien die globalen Temperaturen auf dem besten Weg, bis 2050 um 2,5 °C bis 3 °C zu steigen, sagte er.rigzone
„Wir sehen klare Anzeichen dafür, dass sich die Kohle aus Gründen der Energiesicherheit und unter anderen Gesichtspunkten länger hält, insbesondere in Teilen des asiatisch-pazifischen Raums, in China und anderswo“, so Joshi. ExxonMobil schätzt nun, dass Kohle bis 2050 noch 15 Prozent des weltweiten Energiemixes ausmachen wird – ein Rückgang gegenüber 25 Prozent im Jahr 2025, aber ein Prozentpunkt mehr als in der vorherigen Prognose, wie Reuters berichtet.reuters+1
Der Ausblick zeigte auch, dass die Prognosen für die CO2-Abscheidung und -Speicherung sowie die Nutzung von kohlenstoffarmem Wasserstoff im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Drittel gesunken sind. „Das hat sich im Vergleich zu unserem letzten Ausblick im Wesentlichen verlangsamt, was an der Bezahlbarkeit und der mangelnden Zahlungsbereitschaft liegt“, sagte Joshi.rigzone
Die weltweite Stromnachfrage wird bis 2050 voraussichtlich um 65 Prozent steigen, was vor allem auf das Wirtschaftswachstum in den Entwicklungsländern zurückzuführen ist. Für Rechenzentren wird prognostiziert, dass sich ihr Anteil am US-Stromverbrauch innerhalb von fünf Jahren verdoppeln wird, obwohl Joshi auf „reale Einschränkungen bei Chips, der Strominfrastruktur und im Wesentlichen bei der Geschwindigkeit von Genehmigungsverfahren“ hinwies.corporate.exxonmobil+1
Der Bericht erscheint in einer Zeit, in der die Klimapolitik Gegenwind erfährt. Die Trump-Regierung hat Schritte unternommen, um die Emissionsvorschriften für Kraftwerke aufzuweichen, wobei die Umweltschutzbehörde EPA argumentiert, dass die Regulierung von Treibhausgasen aus dem Stromsektor außerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs liegt. Anfang dieses Monats erklärten die Vereinten Nationen, dass das ursprüngliche 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens von 2015 nicht erreicht wird, und warnten, dass die Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts 2,6 °C erreichen könnte.timesunion
ExxonMobil betont, dass seine Prognosen auf wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Daten basieren, die realistische politische Veränderungen und das Verbraucherverhalten widerspiegeln: Obwohl die Prognosen des Unternehmens, die durchgehend eine starke langfristige Nachfrage nach Öl und Gas zeigen, in der Kritik stehen, da sie potenziell seinen kommerziellen Interessen dienen.rigzone