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bloombergtheedgemalaysiatabinsightsEuropäische Banken und Finanzunternehmen sind auf dem besten Weg, im Jahr 2026 eine Rekordsumme von 228 Milliarden Euro an ihre Aktionäre auszuschütten: ein Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht von Bloomberg Intelligence hervor.
Die BI-Analysten Laurent Douillet und Simbarashe Gumbo schreiben, dass Banken in der zweiten Jahreshälfte voraussichtlich die Gewinnentwicklung anführen werden. Auf HSBC, BBVA, Banco Santander, Allianz und Intesa Sanpaolo entfallen dabei rund 54 Milliarden Euro der Gesamtsumme. Dieser Meilenstein spiegelt einen breiteren Trend wider: Europäische Finanzunternehmen holen bei der Rentabilität gegenüber ihren US-Konkurrenten auf. Die BI-Analysten gaben jedoch zu bedenken, dass die Erträge seit 2020 kaum gestiegen sind, was das Ertragswachstum zur „Achillesferse“ des Sektors macht.theedgemalaysia+1
Die Rekordausschüttung deckt sich mit separaten Prognosen, wonach der Nettogewinn des europäischen Bankensektors im Jahr 2026 voraussichtlich 408 Milliarden Dollar erreichen wird, was einem Zuwachs von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.tabinsights
Die Aktie der Banco Sabadell notiert nahe historischen Höchstständen, da die aggressive Strategie zur Aktionärsvergütung das Geldhaus grundlegend verändert. Das spanische Institut kündigte im Juli einen neuen Aktienrückkauf im Wert von 331 Millionen Euro an, nachdem zuvor ein 800-Millionen-Euro-Programm abgeschlossen worden war. Zudem hat die Bank ihre Aktienzahl durch Kapitalherabsetzungen kontinuierlich verringert: Die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien sank von rund 5,36 Milliarden Ende 2024 auf etwa 4,77 Milliarden im Juli 2026. Im Mai schüttete Sabadell eine Sonderdividende von 0,50 Euro je Aktie aus. Dies ist Teil eines im vergangenen Jahr angekündigten Strategieplans, der bis 2027 Dividenden vorsieht, die über der Ausschüttung von 2024 liegen.cnmv+3
Die Rekordausschüttungen krönen eine mehrjährige Erholung der Rentabilität europäischer Finanzinstitute, die durch höhere Zinsen und strenge Kostendisziplin angetrieben wurde. Der Bericht von Bloomberg Intelligence mahnt jedoch zur Vorsicht: Da das Umsatzwachstum seit 2020 weitgehend stagniert, bleibt abzuwarten, ob die Branche in der Lage sein wird, die steigenden Ausschüttungen dauerhaft aufrechtzuerhalten.theedgemalaysia