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bloombergreuters+1morningstarDer Londoner FTSE 100 fiel am Mittwoch deutlich, als der Preis für Brent-Rohöl erstmals seit Juli die Marke von 100 Dollar pro Barrel überschritt. Dies schürte neue Inflationsängste an den globalen Märkten und dämpfte die Risikobereitschaft vor der Veröffentlichung wichtiger US-Wirtschaftsdaten im Laufe der Woche.
Der Blue-Chip-Index verlor im Nachmittagshandel laut Reuters über 1% auf rund 10.703 Punkte und erreichte damit den tiefsten Stand seit etwa sechs Wochen. Der paneuropäische STOXX 600 sank um 0,4%, der deutsche DAX fiel um 0,5% und der französische CAC 40 gab um 0,6% nach.reuters+1
Der Anstieg der Rohölpreise wurde durch die eskalierenden Feindseligkeiten zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran befeuert. Das US-Militär zerstörte fünf iranische Öltanker als Reaktion auf Versuche, ein Kriegsschiff der US-Marine mit ballistischen Raketen anzugreifen, teilte das US-Zentralkommando laut Bloomberg mit. Vom Iran unterstützte Huthi-Rebellen im Jemen starteten zudem Angriffe auf mehrere saudische Städte, was einen wichtigen US-Verbündeten tiefer in den Konflikt zog und die Ölversorgung im Nahen Osten weiter gefährdet.reuters+2
Brent-Rohöl durchbrach erstmals seit Ende Juli die 100-Dollar-Marke. Wie die Business Times berichtete, sorgte zudem eine Erholung der chinesischen Ölnachfrage für weiteren Aufwärtsdruck. Energieaktien gehörten in London zu den wenigen Lichtblicken: BP und Shell stiegen aufgrund der höheren Rohölpreise um fast 2% beziehungsweise 1%.investments.halifax+1
Der Ölpreisschub hat die Sorge neu entfacht, dass die Zentralbanken ihre Geldpolitik länger straff halten müssen. Die Märkte preisen laut Dow Jones-Berichten, die von Morningstar aufgegriffen wurden, eine Wahrscheinlichkeit von 99,7% ein, dass die Europäische Zentralbank bei ihrer Sitzung am Donnerstag die Zinsen um 25 Basispunkte auf 2,5% anheben wird. Händler warten zudem auf US-Inflationsdaten, die im Laufe der Woche erwartet werden und die Erwartungen für den nächsten Schritt der Federal Reserve prägen könnten.morningstar+1
Unter den Einzelwerten in London fiel Burberry um fast 3%, nachdem HSBC die Aktie unter Verweis auf ein schwieriges makroökonomisches Umfeld für Luxusgüter auf "Halten" herabgestuft hatte. Versorger wie SSE und National Grid legten hingegen zu, da Anleger defensive Positionen suchten. Dan Coatsworth, Marktexperte bei AJ Bell, sagte: "Versorger waren gefragt, da Anleger ihrem Portfolio für den Fall einer Marktkorrektur etwas Beständiges hinzufügen wollten."investments.halifax