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bls+1reuters+1reuters+1Der Euro stieg am Dienstag gegenüber dem US-Dollar, nachdem ein schwächer als erwartet ausgefallener US-Inflationsbericht die Händler dazu veranlasste, ihre Erwartungen für weitere Zinserhöhungen der Federal Reserve zurückzuschrauben, was den Greenback auf den niedrigsten Stand seit Wochen drückte.
Das Bureau of Labor Statistics meldete, dass der Verbraucherpreisindex im Juni auf saisonbereinigter Basis um 0,4 Prozent fiel, eine scharfe Umkehr gegenüber dem Anstieg von 0,5 Prozent im Mai. Die jährliche Gesamtinflationsrate sank von 4,2 Prozent im Mai auf 3,5 Prozent und blieb damit hinter der Konsensprognose der Ökonomen von 3,8 Prozent zurück. Die Kerninflation, die Nahrungsmittel und Energie ausschließt, sank im Jahresvergleich von 2,9 Prozent auf 2,6 Prozent und lag damit ebenfalls unter der Marktschätzung von 2,8 Prozent, so Trading Economics.tradingeconomics+3
Die Daten lagen deutlich unter dem, was die Märkte eingepreist hatten, was die Ansicht bestärkte, dass sich der Straffungszyklus der Fed dem Ende nähern könnte. Laut Reuters fiel der Dollar-Index um 0,33 Prozent auf 100,94, während der EUR/USD um 0,33 Prozent auf etwa 1,1418 stieg. Gold legte ebenfalls um mehr als 2 Prozent zu, da der schwächere Greenback auf Dollar lautende Vermögenswerte für ausländische Käufer attraktiver machte.reuters+1
Vor der Veröffentlichung zeigten die CME FedWatch-Daten eine Wahrscheinlichkeit von etwa 30 Prozent für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der bevorstehenden Sitzung der Fed. Die schwachen Zahlen dürften diese Erwartungen gesenkt haben, obwohl die für diese Woche geplante Aussage des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh vor dem Kongress das Narrativ je nach Tonfall wieder ändern könnte.fxleaders+1
Der monatliche Rückgang des VPI wurde weitgehend durch einen Rückgang der Energiepreise getrieben, die zuvor im Jahr stark angestiegen waren. Der Energieindex war für über 60 Prozent der früheren monatlichen Anstiege verantwortlich. Die Wohnkosten stiegen weiter moderat an und legten im Mai um 0,3 Prozent zu, bevor es im Juni zur Abkühlung kam.bls
Aktien legten laut Reuters ebenfalls aufgrund der Kombination aus schwächerer Inflation und starken Bankgewinnen zu. Die Reaktion unterstrich, wie empfindlich die Märkte weiterhin auf Inflationsdaten reagieren, die eine weitere Straffung verzögern oder stoppen könnten. Der japanische Yen hielt sich bei etwa 162 pro Dollar, kaum verändert, da weiterhin Interventionssorgen bestanden.reuters+1
Die nächste wichtige Inflationsveröffentlichung – die VPI-Daten für Juli – ist für den 12. August geplant.bls