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tradingeconomics.com+1.reuters.com+1.fortune.com.Der Euro fiel am Montag, dem 19. Oktober, gegenüber dem britischen Pfund und dem US-Dollar, nachdem ein Wochenende mit gewaltsamen Protesten in Frankreich die Sorgen um die öffentlichen Finanzen des Landes verstärkt hatte. EUR/GBP gab im frühen europäischen Handel nach und setzte damit einen Abwärtstrend fort, der das Paar laut FXStreet technisch überverkauft machte. EUR/USD notierte niedriger, nachdem es im asiatischen Handel kurzzeitig um bis zu 0,5 Prozent gefallen war und dann einen Teil der Verluste wieder wettmachen konnte, berichtete Trading Economics.fxstreet.com+1
Händler betrachten die Unruhen eher als fiskalisches Risiko denn als direkten Schock für die Währung. "Die Unruhen am Wochenende wirken sich auf den Euro hauptsächlich über französische Anleihen aus und nicht direkt", sagte Kieran Williams, Leiter für Asien-Devisen bei InTouch Capital Markets, gegenüber Reuters Thomson Reuters Corporation .cnbc.com
Proteste gegen hohe Preise und den Abbau öffentlicher Dienstleistungen wurden am Wochenende gewalttätig. Tausende Menschen wurden festgenommen, Geschäfte wurden geplündert oder beschädigt, berichtete Reuters. In einer Fernsehansprache am Sonntag verurteilte Präsident Emmanuel Macron die seiner Aussage nach "schockierenden" Szenen der Gewalt, so Reuters. Proteste fanden laut FXStreet auch in Belgien, Italien und Portugal statt.fidelity.com+2
Am Montag entwickelten sich französische Anleihen und Aktien schlechter als der Rest der europäischen Märkte, berichtete Reuters. Der Renditeabstand zwischen französischen und deutschen 10-jährigen Staatsanleihen ist so groß wie seit der Euro-Schuldenkrise 2011 nicht mehr, so FXStreet. Rodrigo Catril, Stratege bei der National Australia Bank, sagte, die Proteste könnten es der Regierung erschweren, Sparmaßnahmen durchzusetzen, und dass dieser Druck den Euro unter die Marke von 1,11 Dollar drücken könnte, berichtete Oninvest unter Berufung auf Bloomberg.tradingkey.com+2
Die Minderheitsregierung von Premierminister Sébastien Lecornu will das Defizit bis 2027 auf 5 Prozent des BIP senken, von derzeit 5,4 Prozent. Sie steht am Dienstag vor einer ersten wichtigen Abstimmung in der Nationalversammlung, berichtete Fortune. Die öffentliche Verschuldung Frankreichs hat 119 Prozent des BIP überschritten, berichtete Le Monde. Strategen bei Barclays sagten, die Lösung des Haushaltsproblems sei aufgrund der Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr und "eines Parlaments ohne stabile Mehrheit" schwieriger, berichtete Oninvest.fortune.com+2
Der Dollar erhielt zudem Unterstützung durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten und Erwartungen einer strafferen Geldpolitik der Federal Reserve nach US-Inflationsdaten, die höher als erwartet ausfielen, berichtete FXStreet. In Großbritannien warten Händler auf Arbeitsmarktdaten am Dienstag und Verbraucherpreise am Mittwoch, die das Argument für die erste Zinserhöhung der Bank of England seit mehr als drei Jahren im November stützen könnten. "Wir erwarten eine Anhebung um 25 Basispunkte bei der nächsten Sitzung der Zentralbank im November", sagte Dan Hanson, Chefökonom für Großbritannien bei Bloomberg Economics, laut FXStreet.fxstreet.com+1