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poundsterlinglive+1poundsterlinglivepoundsterlingliveDer Euro fiel am Montag auf ein Monatstief gegenüber dem Dollar, da die europäischen Erdgaspreise auf über 80 Euro pro Megawattstunde stiegen. Grund dafür sind die eskalierenden Feindseligkeiten im Nahen Osten, die die Energieversorgung des Kontinents vor dem Winter zu gefährden drohen.
Die niederländischen TTF-Futures, der europäische Großhandelsmaßstab für Gas, kletterten am Montag auf etwa 84 Euro pro Megawattstunde, nachdem Huthi-Kräfte ihre Kontrolle über die Schifffahrtsrouten im Roten Meer ausgeweitet hatten und eine vom Iran unterstützte Miliz die Ost-West-Ölpipeline Saudi-Arabiens angegriffen hatte. Die Pipeline, die von Saudi Aramco betrieben wird, wird laut Associated Press unter Berufung auf regionale Beamte für Wochen außer Betrieb sein, während Reparaturen durchgeführt werden. Das Währungspaar EUR/USD fiel am Dienstag auf 1,1537 und durchbrach damit seinen gleitenden 100-Tage-Durchschnitt.poundsterlinglive+2
Die Gasspeicher der Eurozone waren Ende August nur zu 65 % gefüllt, weit unter dem saisonalen Normalwert von etwa 80 %. Dies zwingt den Block dazu, das Defizit auf einem Spotmarkt zu decken, der bereits Versorgungsunterbrechungen einpreist. Die Investmentbank Berenberg stellte fest, dass Erdgas nun etwa 85 % über dem Niveau von Ende April liegt, und senkte ihre Wachstumsprognose für die Eurozone für 2027 von 1,3 % auf 1,1 %. Gleichzeitig hob sie die Inflationsprognose für 2027 von 2,2 % auf 2,6 % an, unter Verweis auf den kombinierten Druck durch höhere Energiekosten und steigende Zinsen.poundsterlinglive
Die am Dienstag veröffentlichten französischen Inflationsdaten unterstrichen den Trend: Das Statistikamt INSEE meldete, dass die Verbraucherpreise im August auf Basis des EU-harmonisierten Verbraucherpreisindex um 2,6 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind, nach 2,4 % im Juli und dem höchsten Stand seit Mai. In der gesamten Eurozone erreichte die Inflation im August 3,3 %.finance.yahoo+1
Die Europäische Zentralbank hob am 10. September ihren Einlagensatz um 25 Basispunkte auf 2,5 % an, die zweite Erhöhung im Jahr 2026. Der lettische Zentralbankgouverneur Martins Kazaks warnte, dass die Zinsen möglicherweise in restriktives Terrain vordringen müssten, und sagte, die Argumente für eine weitere Straffung nähmen zu. EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel bezeichnete die Entwicklung der Energiepreise am Montag als "ziemlich besorgniserregend".khancapitals+3
Morgan Stanley änderte am Dienstag seine Einschätzung und erwartet nun eine weitere Anhebung um 25 Basispunkte im Dezember, was den Einlagensatz auf 2,75 % bringen würde. Dennoch ist der Euro trotz festerer Zinserwartungen gefallen, was darauf hindeutet, dass die Märkte die Zinserhöhungen eher als Reaktion auf einen externen Schock und nicht als Zeichen wirtschaftlicher Stärke werten.poundsterlinglive
Der Dollar-Index stieg am Montag auf 99,6, den stärksten Stand seit der Rede von Fed-Chef Kevin Warsh in Jackson Hole, wobei die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen 5,00 % erreichte. Die Märkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von 93 % für eine Fed-Zinserhöhung am Mittwoch ein. ING-Stratege Francesco Pesole warnte, dass eine risikoscheue, falkenhafte Zinserhöhung der Fed morgen das Paar leicht auf unser kurzfristiges Ziel von 1,150 bringen könnte. Die Rabobank erwartet, dass Gas die europäischen Strompreise bis 2027 hoch halten wird, und merkt an, dass niedrige Lagerbestände und gestörte LNG-Flüsse aus dem Golf das Aufwärtspotenzial bei den Energiekosten kurzfristig stützen.poundsterlinglive