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Global Banking & Finance Review+1Morningstar, Inc.yahoo+1Der chinesische E-Commerce-Riese JD.com hat am Mittwoch eine formelle Mitteilung über die Bedenken der EU-Regulierungsbehörden bezüglich seines 2,5 Milliarden Dollar schweren Übernahmeangebots für den deutschen Elektronikhändler Ceconomy erhalten. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen erhebliche Zugeständnisse machen muss, um das Geschäft zu retten.
Die Europäische Kommission hat nach Angaben von Reuters eine Art Anklageschrift im Rahmen der Verordnung über drittstaatliche Subventionen erlassen und darin ihre Einwände gegen die Übernahme dargelegt. Die formelle Begründung verpflichtet JD.com zu einer Stellungnahme, da andernfalls ein direktes Veto gegen den Deal droht. Die Entscheidungsfrist der Kommission läuft bis zum 2. Oktober 2026.Global Banking & Finance Review+1
Die Kommission leitete im Mai eine umfassende Untersuchung des Deals ein, nachdem eine vorläufige Prüfung ergeben hatte, dass JD.com möglicherweise von bevorzugten Finanzierungen, Steuervergünstigungen und Zuschüssen aus China profitiert hat, die den Übernahmeprozess verzerrt haben könnten. Die Regulierungsbehörde prüft, ob diese potenziellen Subventionen es JD.com ermöglichten, einen höheren Preis zu bieten und Ceconomy durch seine Technologie- und Logistikkapazitäten zu unterstützen.Morningstar, Inc.+1
JD.com hat jeglichen Erhalt ausländischer Subventionen im Zusammenhang mit der Transaktion bestritten und im Mai erklärt, dass der Deal "nicht durch ausländische Subventionen Chinas oder eines anderen Nicht-EU-Mitgliedstaats finanziert wird, sondern stattdessen durch externe private Bankkredite und verfügbare liquide Mittel aus der normalen Geschäftstätigkeit finanziert wird".yahoo
Der Deal sah sich seit seiner Ankündigung mit zahlreichen regulatorischen Hürden konfrontiert. Die österreichischen Behörden lehnten die Genehmigung der Übernahme Anfang des Jahres zunächst unter Berufung auf Bedenken hinsichtlich ausländischer Direktinvestitionen ab. Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft genehmigte das Geschäft schließlich Ende Juni unter Datenschutzauflagen, aber die EU-Untersuchung im Rahmen der Verordnung über drittstaatliche Subventionen hat sich als das größte Hindernis erwiesen.Reuters+2
Die Übernahme würde JD.com die Kontrolle über Europas größten Händler für Unterhaltungselektronik verschaffen, der die Marken MediaMarkt und Saturn betreibt.South China Morning Post
Die Untersuchung findet vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis der EU über chinesische E-Commerce-Aktivitäten in Europa statt. Nach Zolldaten der Europäischen Kommission stieg die Zahl der Warensendungen mit geringem Wert in die EU von 1,39 Milliarden Stück im Jahr 2022 auf 5,88 Milliarden im Jahr 2025, wobei China 93 Prozent des Volumens ausmachte. Am 1. Juli erhob die EU eine neue Zollgebühr von 3 Euro auf Pakete mit geringem Wert aus Ländern außerhalb der Gemeinschaft, die sich gegen Plattformen wie Shein, Temu und AliExpress Alibaba Group Holding Limited richtet.Deutsche Welle+2