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reuters+1wikipedia+1globalbankingandfinance+1Das höchste Gericht der Europäischen Union wies am Donnerstag die letzte Berufung von Googles Muttergesellschaft Alphabet Inc. gegen eine Kartellstrafe in Höhe von 4,1 Milliarden Euro (4,7 Milliarden US-Dollar) zurück und beendete damit einen achtjährigen Rechtsstreit über die Nutzung des Android-Betriebssystems durch den Tech-Giganten, um den Wettbewerb zu unterdrücken und seine Dominanz bei der Suche zu festigen.
Der Gerichtshof der Europäischen Union entschied, dass Google und die Muttergesellschaft Alphabet eine marktbeherrschende Stellung missbraucht haben, indem sie Android nutzten, um ihre eigenen Dienste unfair zu bewerben. „Das von Google und seiner Muttergesellschaft Alphabet gegen das Urteil des Gerichts eingelegte Rechtsmittel wird zurückgewiesen, wodurch die wegen des Missbrauchs einer beherrschenden Stellung durch Google Search im Zusammenhang mit dem Android-Betriebssystem verhängte Strafe bestätigt wird“, erklärte das in Luxemburg ansässige Gericht.reuters+2
Die Entscheidung ist rechtlich bindend und lässt keine weiteren Rechtsmittel zu. Sie stellt einen endgültigen Sieg für die EU-Wettbewerbshüter dar und ist eine der größten Kartellstrafen, die jemals gegen ein einzelnes Unternehmen verhängt wurden.dw+1
Die Europäische Kommission verhängte im Juli 2018 ursprünglich eine Geldstrafe von 4,34 Milliarden Euro gegen Google, da das Unternehmen durch drei Praktiken gegen EU-Kartellrecht verstoßen hatte: Die Verpflichtung von Geräteherstellern zur Vorinstallation von Google Search und Chrome als Bedingung für die Lizenzierung des Play Stores; die Zahlung an Hersteller und Mobilfunkbetreiber für die exklusive Vorinstallation von Google Search; und die Verhinderung des Verkaufs von Geräten durch Hersteller, auf denen konkurrierende Versionen von Android liefen. Google legte gegen die Entscheidung Berufung ein, und im September 2022 bestätigte das Gericht das Urteil weitgehend, reduzierte die Strafe jedoch auf 4,125 Milliarden Euro.wikipedia+2
Das Urteil fällt in eine Zeit, in der EU-Regulierungsbehörden weiterhin eine aggressive Haltung gegenüber großen Technologieunternehmen einnehmen. Die Kommission verhängte im September 2025 eine weitere Geldstrafe in Höhe von 2,95 Milliarden Euro gegen Google wegen wettbewerbswidriger Praktiken im Bereich der Werbetechnologie, womit sich die gesamten EU-Kartellstrafen für das Unternehmen über mehrere Fälle hinweg auf mehr als 8 Milliarden Euro belaufen.reuters
Die Entscheidung vom Donnerstag dürfte den breiteren Regulierungsrahmen der EU stärken, einschließlich des Gesetzes über digitale Märkte (Digital Markets Act), das marktbeherrschenden Plattformen Verpflichtungen auferlegt. Laut Reuters wird das Urteil „wahrscheinlich das Vorgehen Europas gegen Big Tech verstärken“.globalbankingandfinance+1