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economictimes+1itpro+1mlex+1Die Cybersicherheitsagentur der Europäischen Union, ENISA, hat Zugang zum KI-Modell Mythos 5 von Anthropic erhalten und testet dieses nun, bestätigte die Europäische Kommission am Donnerstag. Diese Entwicklung verdeutlicht die Schwierigkeiten Großbritanniens, seine Rolle als führender Prüfer für hochmoderne KI-Systeme aufrechtzuerhalten.
"Nach konstruktiven Gesprächen mit Anthropic können wir bestätigen, dass die EU-Cybersicherheitsagentur ENISA Zugang zu Mythos 5 erhalten hat und das Modell nun testet", sagte der EU-Sprecher für digitale Angelegenheiten, Thomas Regnier, laut Reuters. Regnier fügte hinzu, dass ENISA auch Zugang zum neuesten Modell von OpenAI, GPT-6-Astra, erhalten habe.economictimes+1
Der Zugang erfolgte nach monatelangen Verhandlungen zwischen Brüssel und Anthropic, das das Modell seit seiner Veröffentlichung Anfang des Jahres auf eine begrenzte Anzahl zugelassener Partner beschränkt hatte. Mythos 5, das Schwachstellen in Computercode identifizieren kann, hat bei Behörden auf beiden Seiten des Atlantiks Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit geweckt.wsj
Der Erfolg der EU bei der Sicherung des Zugangs steht im Kontrast zu Berichten, wonach Anthropic dem britischen AI Security Institute den Vorabzugang zu Claude Mythos 5.1, der am 1. September veröffentlichten neueren Version des Modells, verweigerte. Das britische Institut, das als eine der weltweit führenden Prüfstellen für hochmoderne Modelle gilt, hatte zuvor jede Veröffentlichung von Anthropic überprüft, einschließlich Mythos 5 im April.exchangewire+2
Der Zugang, den ENISA erhalten hat, umfasst Mythos 5, nicht die spätere Version Mythos 5.1. Anthropic erklärte lediglich, man arbeite "mit Washington zusammen, um den Zugang im In- und Ausland zu erweitern", lehnte es jedoch ab, öffentlich zu erklären, warum das britische Institut vom neueren Modell ausgeschlossen wurde.letsdatascience+2
Der Vorfall hat die Fragilität der britischen Abhängigkeit von der freiwilligen Kooperation durch KI-Unternehmen offengelegt. Wie MLex am Freitag berichtete, haben Abgeordnete stärkere Befugnisse und eine gesetzliche Grundlage für das AI Security Institute gefordert, während Diplomaten die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit mit der EU bei der KI-Sicherheit betonten. Das Cabinet Office hat eine schnelle Überprüfung angeordnet, was der Ausschluss für die nationale Sicherheit und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit bedeutet.mlex+1
Die Vereinbarungen zwischen KI-Laboren und staatlichen Sicherheitsbehörden bleiben im Jahr 2026 sowohl in Großbritannien als auch in der EU freiwillig. Doch die Fähigkeit der EU, im Rahmen ihres KI-Gesetzes (AI Act) — das Anbieter von Hochrisiko-KI-Systemen zu verbindlichen Verpflichtungen zwingt — Zugang auszuhandeln, könnte Brüssel einen zusätzlichen Hebel verschafft haben, der London derzeit fehlt. Anthropic hatte im Juni vom US-Handelsministerium die Genehmigung erhalten, den Zugang zu Mythos 5 für zugelassene Cybersicherheitsakteure und Infrastrukturanbieter teilweise wiederherzustellen, ein Schritt, der der EU-Vereinbarung vorausging.explainx+1
Für Großbritannien stellt sich nun die Frage, ob freiwilliger guter Wille ein Sicherheitsregime aufrechterhalten kann, wenn kommerzieller und geopolitischer Druck in die entgegengesetzte Richtung wirken.