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bitcoinmagazine+1binance+199bitcoinsNur wenige Tage bevor die Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA) in ganz Europa vollständig in Kraft tritt, hat die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) nicht autorisierte Krypto-Dienstleister angewiesen, eine geordnete Abwicklung ihrer EU-Geschäfte einzuleiten. Nach dem 1. Juli 2026 verstößt jedes Unternehmen, das EU-Kunden Krypto-Dienstleistungen ohne MiCA-Lizenz anbietet, gegen EU-Recht und muss den Betrieb vollständig einstellen.
Die ESMA-Richtlinie, die auf einer erstmals im April veröffentlichten Erklärung aufbaut, lässt keinen Raum für Unklarheiten. „Nach diesem Datum verstößt jedes Unternehmen, das EU-Kunden Krypto-Dienstleistungen ohne MiCA-Lizenz anbietet, gegen EU-Recht und muss das Angebot solcher Dienstleistungen einstellen“, erklärte die Aufsichtsbehörde. Die Warnung gilt unabhängig davon, ob ein Unternehmen einen ausstehenden Antrag hat oder ob sein Heimatmitgliedstaat die Regeln bereits national umgesetzt hat.binance+2
Nicht autorisierte Firmen müssen die Annahme neuer EU-Kunden stoppen, jegliches Marketing gegenüber EU-Bürgern einstellen und bestehende Dienste auf die Ermöglichung von Auszahlungen, Vermögensübertragungen und Positionsschließungen beschränken. Die ESMA betonte, dass Abwicklungspläne „operativ, glaubwürdig und sofort ausführbar“ sein müssen – ein Plan, der nur auf dem Papier existiert, reicht nicht aus.harneys+2
Das Ausmaß der Nichteinhaltung ist eklatant. Von mehr als 1.200 Firmen, die zuvor nationale Registrierungen in der gesamten EU hielten, haben nur etwa 210 eine vollständige MiCA-Zulassung erhalten – das bedeutet, dass rund 83 % nicht über die Lizenz verfügen, die für den weiteren Betrieb erforderlich ist. Stand Mai 2026 bezifferten einige Quellen die Zahl der lizenzierten Unternehmen auf 194, wobei in den Wochen danach weitere Genehmigungen erteilt wurden.linkedin+4
Zu den Unternehmen, die die Compliance sichergestellt haben, gehört Ripple, das am 23. Juni eine vorläufige Genehmigung der luxemburgischen Finanzaufsichtsbehörde erhielt. Deutschland führt mit 53 autorisierten Einheiten, während zehn Mitgliedstaaten – darunter Polen und Italien – bisher keine erteilt haben.99bitcoins+1
Die Compliance-Belastung treibt die Konsolidierung voran. In größeren Rechtsordnungen wie Deutschland und den Niederlanden können die gesamten Einrichtungskosten für eine MiCA-Lizenz 700.000 € übersteigen, wobei einige Full-Service-Betriebe die 1-Million-Euro-Grenze überschreiten. Die französische AMF warnte im Mai, dass Unternehmen mit einer möglichen Aufnahme in schwarze Listen und strafrechtlicher Verfolgung rechnen müssen, einschließlich bis zu zwei Jahren Gefängnis und 30.000 € Geldstrafe für nicht autorisierte Krypto-Aktivitäten.reuters+2
Die Auswirkungen der Frist betreffen Millionen von Nutzern. Eine Analyse von OKX Europe ergab, dass von 18,5 Millionen Krypto-App-Downloads in Europa zwischen Mai 2025 und Mai 2026 etwa 7,6 Millionen – 41 % – auf Börsen ohne MiCA-Zulassung entfielen. Diese Nutzer stehen nun vor möglichen Dienstunterbrechungen, da Plattformen entweder in letzter Minute Zulassungen erhalten oder ihre Türen für europäische Kunden schließen.binance+1