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reuters.com+1.kyivpost.com+1.independent.co.uk+1.Ein Drohnenangriff am frühen Mittwoch, dem 4. November, setzte ein Logistikzentrum des russischen E-Commerce-Unternehmens Ozon in Adygeysk in der südrussischen Republik Adygea in Brand. Das Unternehmen und ein regionaler Beamter bestätigten den Angriff, berichtete Reuters. Es war das zweite Mal, dass der Standort Adygeysk ins Visier genommen wurde. Der Angriff ist Teil einer ukrainischen Kampagne, die seit Juli Dutzende großer Lagerhäuser von Ozon und seinem Konkurrenten Wildberries getroffen hat, mit dem Ziel, die russische Wirtschaft und die Kriegsanstrengungen zu stören.reuters.com
"Unser Logistikzentrum in der Republik Adygea wurde von einer Drohne angegriffen", teilte Ozon in einer Erklärung mit. "Wir haben sofort alle Mitarbeiter evakuiert, und bisher wurde niemand verletzt. Ein Feuer brach aus, und Rettungsdienste sind derzeit vor Ort", so der Kyiv Independent. Das Unternehmen erklärte, es habe die am Standort gelagerten Waren aus seinem Online-Shop entfernt und werde Bestellungen stornieren, die es nicht von anderen Lagern aus erfüllen könne. Zudem habe man die Annahme von Lieferungen von Verkäufern im Zentrum gestoppt und leite Sendungen, die bereits unterwegs sind, an andere Einrichtungen um, berichtete die Kyiv Post.kyivpost.com+1
Das Zentrum wurde Ende 2023 eröffnet, beschäftigt mehr als 1 500 Mitarbeiter und ist eines der wichtigsten Logistikdrehkreuze von Ozon für Südrussland, berichtete The Moscow Times. Das russische Medium Astra meldete, dass Augenzeugenberichte und Videos zeigten, dass ein Teil des Daches eingestürzt sei, berichtete Ukrinform. Der Leiter von Adygea, Murat Kumpilov, teilte auf Telegram mit, dass Drohnentrümmer auch eine Gasleitung und die Fenster eines Privathauses im Dorf Petrow beschädigt hätten. Dort wurde laut Caucasian Knot niemand verletzt. Die Ukraine äußerte sich nicht. Die Ozon-Aktie notierte am Mittwoch an der Moskauer Börse leicht niedriger.themoscowtimes.com+3
Ozon gab nicht an, wer hinter dem Angriff steckte. Kiew beschuldigt Ozon und Wildberries, die Kriegsanstrengungen von Wladimir Putin zu unterstützen, berichtete The Independent. Die Ukraine sagt, die Lagerhäuser würden genutzt, um "sanktionierte Komponenten für die Drohnenproduktion und Navigationsausrüstung" zu liefern. Der Kreml bezeichnet die Angriffe als "Terrorakte" gegen zivile Standorte, so Meduza.independent.co.uk+1
Die Ukraine griff Wildberries erstmals Mitte Juli an und nahm Ozon Ende August ins Visier, wobei innerhalb von drei Tagen sechs Einrichtungen getroffen wurden. Bis Ende Oktober ergab eine Analyse von Satellitenbildern durch Reuters, dass mehr als 20 Lagerhäuser angegriffen worden waren, wobei mindestens 1,9 Millionen Quadratmeter Fläche durch Feuer schwer beschädigt wurden. In seinen Finanzergebnissen letzte Woche teilte Ozon mit, dass es durch Drohnenangriffe auf 11 seiner Standorte Verluste von 30,1 Milliarden Rubel erwarte.reuters.com+1
Beide Seiten haben den Luftkrieg im Vorfeld der von den USA vermittelten Friedensgespräche in Abu Dhabi, die für den 10. bis 11. November angesetzt sind, intensiviert.reuters.com