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investing+1fxstreet+1fxstreet+1Der US-Dollar-Index bewegte sich am Donnerstag um die Marke von 99,7 und verharrte damit nahe seinem Tiefstand seit mehreren Wochen, da sich Händler vor dem am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht zurückhielten. Schwächer als erwartet ausgefallene Beschäftigungs- und Dienstleistungsdaten vom Mittwoch verstärkten die gedrückte Stimmung, während diplomatische Fortschritte im Nahen Osten den globalen Märkten einen Risikoschub verliehen.
Der ADP-Bericht zur Beschäftigung im privaten Sektor zeigte für Juli einen Zuwachs von lediglich 44.000 Arbeitsplätzen, was deutlich unter der Konsenserwartung von 65.000 lag. Der ISM-Dienstleistungsindex stieg unterdessen nur leicht auf 54,1 und verfehlte damit die Prognose von 54,5. Der Teilindex für die Beschäftigung im Dienstleistungssektor fiel kräftig auf 47,5. ING-Devisenstratege Francesco Pesole erklärte dazu, dies deute auf gewisse Abwärtsrisiken für den morgigen Arbeitsmarktbericht hin.fxstreet+1
Die Erwartungen an die Leitzinsen der Fed blieben relativ stabil: Für September sind 14 bis 17 Basispunkte und für Dezember 30 bis 35 Basispunkte an Straffung eingepreist. Laut Barchart preisen die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von etwa 54 % für eine Zinserhöhung auf der September-Sitzung ein, während London Business News berichtete, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinspause auf 45 % gestiegen ist. Jeff Schmid, Präsident der Fed von Kansas City, und Neel Kashkari, Präsident der Fed von Minneapolis, schlugen am Dienstag beide falkenhafte Töne an. Schmid sagte, er halte die aktuelle Geldpolitik nicht für restriktiv, während Kashkari argumentierte, die Fed sollte beginnen, die Zinsen schrittweise anzuheben.barchart+2
Der Rückgang des Dollars in dieser Woche wurde durch eine verbesserte Risikostimmung im Zusammenhang mit dem Nahen Osten verstärkt. Der Iran gab bekannt, eine vorläufige Vereinbarung mit dem Oman über eine Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus erzielt zu haben, eine Wasserstraße, über die rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte abgewickelt werden. US-Präsident Trump erklärte, ein Abkommen stehe nahe bevor, wenngleich der Iran betonte, nicht direkt mit Washington zu verhandeln. Rohöl der Sorte Brent verlor in dieser Woche angesichts der nachlassenden Spannungen rund 15 US-Dollar pro Barrel.investing+2
In einer separaten Entwicklung hielt die Gewalt im Südlibanon an. Al Jazeera berichtete am 5. August über israelische Militäraktionen vor dem Hintergrund laufender Gespräche zwischen dem Libanon und Israel über einen schrittweisen Truppenabzug.aljazeera
Pesole merkte an, dass positive Schlagzeilen zu diesem Thema angesichts des am Freitag bevorstehenden Arbeitsmarktberichts kaum zu einer nachhaltigen Schwäche des US-Dollars führen dürften. Die asiatischen Währungen zeigten sich am Donnerstag kaum verändert. Der Yen handelte nahezu unverändert bei rund 157,7 pro Dollar, während der Australische Dollar aufgrund von Gewinnmitnahmen von einem Sieben-Wochen-Hoch zurücksetzte. Die im Laufe des Donnerstags anstehenden wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe könnten ein letztes Signal vor dem Hauptereignis liefern, wobei schwache Zahlen die Erwartungen verstärken dürften, dass die Fed ihren Straffungszyklus pausieren könnte.economies+2