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finance.yahooinvestingdailysabahDie Citigroup hat am Dienstag ihre Kursziele für Mais, Sojabohnen und Weizen angehoben und nennt einen sich verstärkenden Super-El Niño als das größte Agrarrisiko für Ende 2026 und Anfang 2027. Der Schritt erfolgte, während Mais-Futures inmitten trockener Bedingungen und geopolitischer Störungen auf ein Drei-Jahres-Hoch stiegen.
Die Bank hob ihr Drei-Monats-Kursziel für Mais auf 5,40 Dollar pro Scheffel und ihre 12-Monats-Prognose auf 5,90 Dollar an. Bei Sojabohnen erhöhte Citi das Drei-Monats-Ziel auf 12,75 Dollar pro Scheffel, nachdem die vorherige Prognose erreicht wurde, mit einem 12-Monats-Ziel von 13,25 Dollar. Die Weizenprognosen wurden auf 7,25 Dollar pro Scheffel für drei Monate und 7,75 Dollar für 12 Monate revidiert.finance.yahoo+1
Die Einschätzung von Citi folgt auf das Update der NOAA vom August 2026, das eine Wahrscheinlichkeit von über 90 Prozent für ein sehr starkes El Niño-Ereignis und eine 69-prozentige Wahrscheinlichkeit angibt, dass die Bedingungen von Oktober bis Dezember die Stärke aller seit 1950 aufgezeichneten El Niño-Episoden übertreffen werden. Die Bank erklärte, dass die aktuelle Marktpreisgestaltung nur einen Teil der potenziellen Abwärtsrisiken für die globale Agrarproduktion basierend auf ihrem neuen Rahmenwerk für Produktionsrisiken widerspiegelt.investing+1
Unabhängig davon erreichten Mais-Futures am Dienstag 5,2425 Dollar pro Scheffel, den höchsten Stand seit etwa drei Jahren, bevor sie sich bei etwa 5,18 Dollar stabilisierten. Die CME Group stellte am Sonntag fest, dass die Maiskontrakte für Dezember auf neue Kontrakthöchststände stiegen, nachdem Schätzungen der Pro Farmer-Erntetour auf ein potenzielles Sechs-Jahres-Tief bei den Erträgen hindeuteten.dailysabah+1
Mais ist seit Ende Juli um mehr als 11 Prozent und seit Ende Dezember 2025 um mehr als 17 Prozent gestiegen, so die Anadolu Agency. Heißes und trockenes Wetter in den maisproduzierenden Regionen der USA, widrige Bedingungen in Europa und anhaltende Störungen bei Getreidelieferungen im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt haben die Sorgen um das globale Angebot geschürt.dailysabah
Citi identifizierte Palmöl, Robusta-Kaffee, Reis, Zucker, Kakao und australischen Weizen als die Agrarrohstoffe mit der größten wetterbedingten Exposition, wobei sich die Risiken auf Australien, Indien, Südostasien und Teile Brasiliens konzentrieren. Ein starker El Niño, der die Palmölproduktion in Indonesien und Malaysia bedroht, könnte die Nachfrage nach Sojaöl als Ersatz erhöhen und den Preisdruck auf Sojabohnen weiter verstärken.finance.yahoo+1
Weizen bleibt laut Citi das Getreide, das am stärksten der Kombination aus Wetter- und geopolitischen Risiken ausgesetzt ist, wobei heiße und trockene Bedingungen in ganz Europa bereits die Produktionsschätzungen gesenkt haben, während die Unsicherheit über die Versorgung aus dem Schwarzmeerraum anhält. Zafer Ergezen, ein Experte für Futures und Rohstoffe, sagte gegenüber der Anadolu Agency: "El Niño wird bis Anfang nächsten Jahres anhalten, und wenn das Öl auf diesem Niveau bleibt, könnten wir bei Mais noch stärkere Aufwärtsbewegungen sehen."dailysabah+1