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reuters+1reuters+1devdiscourse+1Chinas Trägerrakete Langer Marsch 7A erlitt am Montagabend kurz nach dem Start vom Weltraumbahnhof Wenchang einen katastrophalen Fehler. Dabei wurde der Kommunikationssatellit ChinaSat-4B zerstört und eine jahrelange Serie erfolgreicher Missionen der neuen Trägerraketengeneration beendet.
Die Rakete hob um 20:02 Uhr Pekinger Zeit (12:02 GMT) ab, explodierte jedoch laut Videos von Zuschauern nahe dem Startplatz auf der südlichen Insel Hainan weniger als 90 Sekunden nach dem Abheben in einem Feuerball. Augenzeugen vor Ort berichteten von einem hellen Blitz am Nachthimmel, gefolgt von mehreren glühenden Fragmenten. Sowohl die Rakete als auch der Satellit gingen über dem Südchinesischen Meer verloren.reuters+1
Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua bestätigte den Fehlschlag etwa drei Stunden nach dem Start und erklärte, die Rakete habe eine "Anomalie während des Fluges" aufgewiesen und die Mission sei gescheitert. Die China Academy of Launch Vehicle Technology und deren Muttergesellschaft, die China Aerospace Science and Technology Corporation, verbreiteten die Erklärung über ihre Social Media Kanäle.scmp
Der Vorfall markiert den ersten bekannten Fehlschlag der Langer Marsch 7A seit ihrem Jungfernflug im März 2020, der ebenfalls erfolglos verlief. Die Rakete kehrte 2021 in den Dienst zurück und hatte seitdem eine Reihe erfolgreicher Missionen absolviert, bevor es am Montag zu diesem Rückschlag kam.devdiscourse+2
Jonathan McDowell vom Center for Astrophysics merkte an, dass die Rakete in geringer Höhe und bei niedriger Geschwindigkeit zerstört wurde, was darauf hindeutet, dass keine Trümmer den Orbit erreichten. Weltraumbeobachter vermuten, dass eine schwerwiegende Anomalie das Flugabbruchsystem der Rakete ausgelöst haben könnte.scmp+1
Der Satellit ChinaSat-4B war für Kommunikationsdienste im hohen Orbit vorgesehen. China bereitet derzeit unabhängig davon die Mondmission Chang'e-7 in Wenchang vor, die für Ende 2026 geplant ist, wobei jedoch eine andere Rakete, die Langer Marsch 5, zum Einsatz kommt. Die chinesischen Behörden teilten mit, dass die Ursache des Fehlschlags vom Montag untersucht werde.reuters+1