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933thedrive+1933thedrive933thedriveChinas Exporte stiegen im August im Jahresvergleich um 25 % und beschleunigten sich damit gegenüber dem Anstieg von 23,9 % im Juli. Dies unterstreicht laut den am Dienstag veröffentlichten Zolldaten die starke Abhängigkeit der Wirtschaft von der ausländischen Nachfrage, um die anhaltende Inlands-Schwäche auszugleichen.933thedrive+1
Der Handelsüberschuss weitete sich von 112,5 Milliarden Dollar im Juli auf 119,09 Milliarden Dollar aus, während die Importe um 28,2 % stiegen, leicht unter der Prognose von 30 %, aber dennoch eine Beschleunigung gegenüber dem Zuwachs von 27,5 % im Vormonat. In Yuan gerechnet erreichte Chinas gesamter Warenhandel im August 4,65 Billionen Yuan, was einem Anstieg von 19,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, wobei die Exporte von 2,73 Billionen Yuan um 18,6 % zulegten.newsquawk+2
Die starke globale Nachfrage nach in China hergestellten Automobilen, Halbleitern und anderen Hightech-Gütern hat den Exportmotor angetrieben, das Bild im Inland bleibt jedoch getrübt. Die Industrieproduktion und die Einzelhandelsumsätze verlangsamten sich zu Beginn des dritten Quartals, die Anlageinvestitionen verzeichneten in den ersten sieben Monaten des Jahres einen steileren Rückgang und der Immobilienmarkt steckt weiterhin in einer jahrelangen Krise fest.indexbox+1
Chi Lo, Senior-Marktstratege bei BNP Paribas Asset Management, merkte an, dass China "aggressiv in der Wertschöpfungskette nach oben geklettert" sei, um ein wichtiger Akteur bei KI-Infrastruktur und industrieller Automatisierung zu werden, wobei steigende Exporte von Elektrofahrzeugen und Industriemaschinen die robusten Lieferungen ankurbeln. Die Regierung kündigte am Sonntag eine Kapitalspritze von rund 54 Milliarden Dollar für staatliche Banken und Versicherer an, um die Wirtschaft zu stützen, während ein Finanzierungsinstrument im Umfang von 800 Milliarden Yuan eingesetzt wurde, um Infrastrukturinvestitionen zu stärken.933thedrive+1
Die Daten erscheinen im Vorfeld eines erwarteten Treffens zwischen Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping Ende September, bei dem das Thema Handel die Tagesordnung dominieren dürfte. Beide Regierungen prüfen im Rahmen der Vorbereitungen auf den Gipfel gegenseitige Zollsenkungen für Waren im Wert von jeweils 30 Milliarden Dollar.933thedrive+1
Chinas Handelsüberschuss erreichte im vergangenen Jahr den Rekordwert von 1,2 Billionen Dollar, was sowohl in Washington als auch in der Europäischen Union auf scharfe Kritik stieß. Die EU, die gegenüber China ein Handelsdefizit von rund einer Milliarde Euro pro Tag verzeichnet, hat bereits Maßnahmen ergriffen, um ihre Stahlindustrie zu schützen und steuerfreie Importe chinesischer E-Commerce-Pakete einzuschränken. Handelstalks auf Ministerebene zwischen Peking und Brüssel sind für den Herbst geplant.indexbox
Premierminister Li Qiang forderte im August Anstrengungen zur Stabilisierung der Auslandsnachfrage, räumte jedoch gleichzeitig eine unzureichende Inlandsnachfrage und zunehmende Unsicherheiten im internationalen Umfeld ein. Die Exportstärke nimmt jedoch den unmittelbaren Druck von Peking, groß angelegte Konjunkturprogramme zur Steigerung des Haushaltseinkommens oder zur Wiederbelebung des Immobilienmarktes aufzulegen: Eine Dynamik, die Gefahr läuft, genau jene Handelsungleichgewichte weiter zu verfestigen, die im Ausland für Unmut sorgen.933thedrive