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npr+1youtube+1worldpressphotoDie amerikanische Fotojournalistin Carol Guzy wurde zur Gewinnerin des World Press Photo des Jahres 2026 für „Separated by ICE“ gekürt, ein Foto, das den Moment festhält, in dem eine Familie von Einwanderungsbeamten in einem Bundesgebäude in New York City auseinandergerissen wurde. Die Auszeichnung wurde am Mittwoch in der Nieuwe Kerk in Amsterdam bekannt gegeben, wo am Donnerstag die Flaggschiff-Ausstellung der Organisation eröffnet wird.npr+2
Das Siegerbild, das am 26. August 2025 im Jacob K. Javits Federal Building in New York aufgenommen wurde, zeigt Luis, einen ecuadorianischen Migranten, der kurz nach einer Anhörung vor dem Einwanderungsgericht von Beamten der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) von seiner Frau und seinen Kindern weggezogen wird. Seine beiden Töchter im Alter von 15 und 13 Jahren stehen im Mittelpunkt des Bildes, ihre Trauer ist sichtbar, während ihr Vater festgenommen wird.youtube+1
Guzy, die für ZUMA Press, iWitness und den Miami Herald fotografierte, gehörte zu einer kleinen Gruppe von Fotografen, die eine ständige Präsenz am Gerichtsgebäude aufrechterhielten – eines der wenigen Bundesgebäude in den Vereinigten Staaten, in denen Fotografen zumindest begrenzten Zugang gewährt wurde, der auf einen einzigen Flur beschränkt war.worldpressphoto+1
„Was hier dokumentiert wird, ist kein zufälliges Unglück. Es ist Teil eines Musters: eine Regierungspolitik, die Familien trennt, systematisch und in großem Maßstab angewandt“, schrieb die globale Juryvorsitzende Kira Pollack in ihrer Stellungnahme. „Das Foto ist nicht nur emotional. Es ist ein Dokument.“worldpressphoto
Das Bild wurde aus 57.376 Fotos ausgewählt, die von 3.747 Fotografen aus 141 Ländern eingereicht wurden. Es wurden auch zwei Finalisten benannt, darunter ein Porträt von Victor J. Blue von Doña Paulina Ixpata Alvarado, einer von 36 Achí-Frauen, die während des guatemaltekischen Bürgerkriegs sexuelle Gewalt erlitten und 14 Jahre lang nach Gerechtigkeit suchten.worldpressphoto+2
Die Auswahl löste in der Jury eine Debatte darüber aus, ob Bilder von Latina-Frauen in einem Zustand der Trauer das Risiko bergen, ausbeuterisch zu sein. Pollack sagte, die Jury habe das Anliegen ernst genommen, sei aber immer wieder zur dokumentarischen Kraft des Fotos zurückgekehrt.worldpressphoto
Die 42 regionalen Gewinner, die Anfang des Monats bekannt gegeben wurden, umfassten Konflikte in Gaza, der Ukraine und im Sudan sowie Geschichten über Migration, Protest und Umweltzerstörung. Zu den Gewinnern in der Kategorie Europa gehörte der ukrainische Fotojournalist Evgeniy Maloletka für „Russischer Angriff auf Kiew“, das die Folgen eines Raketenangriffs auf die ukrainische Hauptstadt darstellt.euronews+3
„Fotojournalismus war noch nie eine leichte Arbeit. Er war noch nie lukrativ, sicher oder mit einem garantierten Publikum verbunden. Und doch gehen die Fotografen hin“, sagte Pollack. „Die hier anerkannten Fotografen haben ihren Teil getan. Sie haben das Dokument erstellt. Jetzt sind wir an der Reihe, hinzusehen.“worldpressphoto