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HDFC sky+1Reuters+1FacebookappDie Ölpreise sind am Mittwoch im asiatischen Handel gestiegen, wobei die Sorte Brent den höchsten Stand seit mehr als uns fünf Wochen erreichte. Die eskalierende militärische Konfrontation zwischen den USA und dem Iran verunsichert die Energiemärkte weiterhin und bedroht wichtige Schifffahrtswege im Nahen Osten.
Brent-Rohöl notierte am frühen Mittwochmorgen mit einem Plus von rund 1,2 Prozent bei fast 92 US-Dollar pro Barrel. Laut AFP war dies der höchste Intraday-Preis seit Mitte Juni. West Texas Intermediate (WTI) kletterte auf über 85 US-Dollar pro Barrel. Die Gewinne bauten auf dem Handelsschluss vom Dienstag auf, an dem Brent um 2 Prozent auf 91,01 US-Dollar und WTI um 2 Prozent auf 84,91 US-Dollar gestiegen waren.HDFC sky+2
Die Rally folgte auf neue US-Angriffe auf Ziele im Süden und Westen Irans sowie auf Vergeltungsschläge des Irans gegen US-Militäreinrichtungen in der Golfregion. Teheran hat in den vergangenen Wochen laut Al Jazeera US-Radar- und Luftabwehranlagen in Bahrain, Kuwait und Jordanien ins Visier genommen, darunter das Hauptquartier der Fünften Flotte in Bahrain und den Luftwaffenstützpunkt Ali Al Salem in Kuwait.Al Jazeera English+2
Der Konflikt, der am 7. Juli nach dem Scheitern eines Waffenstillstands im Juni erneut aufflammte, dreht sich vor allem um die Kontrolle der Straße von Hormus, durch die schätzungsweise 20 Prozent des weltweiten Öls transportiert werden. Die USA verhängten erneut eine Seeblockade für Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, während der Iran die Souveränität über die Wasserstraße beansprucht und Handelstanker angegriffen hat.CNN+2
Die Internationale Energieagentur (IEA) warnte in ihrem Juli-Bericht, dass die Eskalation „die Prognose“ für die globalen Ölmärkte über den Haufen werfen könnte. Sie wies darauf hin, dass die Benchmark-Preise während des kurzen Waffenstillstands im Juni auf 68 US-Dollar pro Barrel eingebrochen waren, bevor sie nach Wiederaufnahme der Feindseligkeiten erneut in die Höhe schnellten. Sowohl Brent und WTI haben seit Anfang Juli um rund 22 Prozent zugelegt.International Energy Agency+1
Zu den Sorgen um das Angebot kommt hinzu, dass die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen mit einer Seeblockade gegen Saudi-Arabien gedroht haben, was den Tankerverkehr durch das Rote Meer weiter einschränken würde. Goldman Sachs warnt, dass der Preis für Brent-Rohöl bis zum vierten Quartal die Marke von 120 US-Dollar pro Barrel überschreiten könnte, falls die Störungen in der Straße von Hormus das ganze Jahr über anhalten.Facebookapp+2
Internationale Vermittler haben den USA und dem Iran den Vorschlag für einen zehntägigen Waffenstillstand vorgelegt, doch die Aussichten auf ein dauerhaftes Abkommen bleiben ungewiss. Präsident Donald Trump, der den vorherigen vorläufigen Waffenstillstand Anfang Juli für „beendet“ erklärt hatte, stellte die US-Operationen als notwendig zum Schutz der Handelsschifffahrt dar und schlug eine Gebühr von 20 Prozent auf alle Frachten vor, die die Meerenge passieren. Die iranischen Revolutionsgarden haben geschworen, ihre Vergeltungsschläge fortzusetzen, solange die US-Operationen in Gewässern andauern, die der Iran als sein Hoheitsgebiet betrachtet.Reuters+1