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finextra+1cointrustbigmarketmovesBNP Paribas und HSBC haben die erste Live-Zahlung im Corporate Treasury auf dem blockchain-basierten Shared Ledger von Swift abgeschlossen und dabei Gelder für Siemens von einem Euro-Konto in Frankreich auf ein Pfund-Konto im Vereinigten Königreich übertragen. Die währungsübergreifende Transaktion, die am Donnerstag bekannt gegeben wurde, markiert das erste Mal, dass ein Unternehmenskunde die Plattform für eine reale Zahlung genutzt hat. Damit wird die blockchain-basierte Abwicklung über Interbankentests hinaus in das reguläre Treasury-Geschäft ausgeweitet.finextra+1
Der Pilotversuch transferierte Geld von dem auf Euro lautenden Konto von Siemens bei BNP Paribas in Frankreich auf dessen auf Pfund lautendes Konto bei HSBC im Vereinigten Königreich. Anstatt sich auf die traditionelle sequenzielle Nachrichtenübermittlung zwischen Banken zu verlassen, nutzte die Transaktion das Shared Ledger von Swift zur Abwicklung mittels tokenisierter Einlagen, digitalen Repräsentationen von Geschäftsbankengeld auf einer Blockchain-Infrastruktur.ffnews+2
Swift hat das Shared Ledger im September 2025 gestartet und seine Designphase im März 2026 abgeschlossen. Die Plattform ist auf Interoperabilität ausgelegt, sodass teilnehmende Banken Transaktionen on-chain abwickeln können, ohne ihre bestehenden Systeme aufzugeben. BNP Paribas und HSBC schließen sich anderen Instituten wie Citi, FAB und OCBC an, die bereits Live-Transaktionen auf der Plattform durchgeführt haben.cointrust+2
Pierre Fersztand, Global Head of Cash Management, Payments, Trade Solutions and Factoring bei BNP Paribas, bezeichnete die Transaktion als „einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs“ und fügte hinzu, sie spiegele das „Engagement der Bank zur Industrialisierung der digitalen Finanzwirtschaft im großen Stil“ wider. Lewis Sun, Global Head of Digital Currencies bei HSBC, beschrieb die Zahlung als „einen großen Schritt nach vorne für die digitale Abwicklung zwischen Banken in der Praxis“.finextra
Raphael Marek, Head of France and Benelux bei Swift, sagte, die Organisation habe „zügig daran gearbeitet, ein gemeinsames blockchain-basiertes Ledger zu entwickeln, das von Anfang an auf Interoperabilität ausgelegt ist“. Er merkte an, dass die Ermöglichung von 24/7-Zahlungen „nur der erste Anwendungsfall“ sei und das Ledger als „Fundament für zukünftige Innovationen“ dienen solle.finextra
Für multinationale Konzerne wie Siemens bringt die Verwaltung von Geldern über mehrere Banken und Währungen hinweg typischerweise eine fragmentierte Berichterstattung und manuelle Abstimmungen mit sich. Das Shared Ledger zielt darauf ab, eine einheitliche Datenbasis für Zahlungsstatus und Verfügbarkeit von Geldern zu schaffen, was Corporate Treasurern eine Echtzeit-Übersicht über Liquiditätspositionen verschafft. Die erfolgreiche währungsübergreifende Abwicklung zeigt, dass tokenisierte Einlagen innerhalb regulierter Bankprozesse funktionieren können, was Abwicklungshemmnisse und Gegenparteirisiken für globale Unternehmens-Treasuries potenziell verringert.bigmarketmoves+2