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reuters+1reutersaljazeeraDie Vereinigten Staaten und Japan bestätigten am Sonntag, dass sie am Freitag eine koordinierte Yen-Kaufintervention durchgeführt haben. Es war die erste gemeinsame Devisenmarktaktion der beiden Länder seit 15 Jahren, um dem entgegenzuwirken, was Beamte als „übermäßige Volatilität und ungeordnete Bewegungen“ der japanischen Währung bezeichneten.reuters+1
Die Ankündigung erfolgte, nachdem US-Präsident Trump Reportern an Bord der Air Force One erklärt hatte, Washington sei als „Zeichen der Freundschaft“ mit Japan zur Unterstützung des Yen eingesprungen. „Sie haben einen schwächelnden Yen und wollten ein wenig Hilfe. Und wir sind immer für Japan da“, so Trump.businesstimes+1
Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama bestätigte die bilaterale Operation am Montag in einer Erklärung und sagte, sie basiere auf einer gemeinsamen Erklärung, die die Finanzchefs beider Länder im vergangenen September abgegeben hatten. Sie fügte hinzu, ihr Ministerium werde „nicht zögern, weitere gemeinsame Interventionen durchzuführen“.marketscreener+1
US-Finanzminister Scott Bessent bekräftigte diese Entschlossenheit in einem Beitrag auf X. Washington werde „nicht zögern, an weiteren gemeinsamen Interventionen teilzunehmen“, und die USA würden „die entschlossenen Markt- und Währungsschritte Japans zur Korrektur der erheblichen Unterbewertung des Yen nachdrücklich unterstützen“.reuters
Der Yen war Ende Juli auf fast 164 Yen je Dollar eingebrochen, den tiefsten Stand seit rund 40 Jahren, bevor die Intervention ihn wieder auf etwa 157 Yen je Dollar ansteigen ließ. Daten der Bank of Japan deuteten darauf hin, dass Japan bei seiner Intervention an den New Yorker Märkten am Donnerstag bis zu 58,97 Milliarden Dollar verkauft haben könnte, um Yen zu kaufen, gefolgt von der bestätigten gemeinsamen Operation am Freitag.nytimes+3
Bessent deutete an, dass die FIMA-Repo-Fazilität (Foreign and International Monetary Authorities) der Federal Reserve bei der koordinierten Aktion genutzt wurde, und forderte, diese „in den kommenden Monaten aufzustocken“. Die während der COVID-19-Pandemie geschaffene Fazilität ermöglicht es ausländischen Zentralbanken, die US-Staatsanleihen bei der New Yorker Fed halten, kurzfristige Dollarkredite von bis zu 60 Milliarden Dollar aufzunehmen. Dies erlaubt es Japan, Yen-Käufe zu finanzieren, ohne seine Bestände an US-Staatsanleihen im Wert von 1,14 Billionen Dollar direkt verkaufen zu müssen.reuters
Als Zeichen einer breiteren regionalen Abstimmung griff am Donnerstag auch Südkorea ein, um seine Währung, den Won, zu stützen. Die Bank of Japan sendete am Freitag ihr bislang deutlichstes Signal für eine baldige Zinserhöhung, obwohl sie ihre Geldpolitik unverändert ließ. Dies deckt sich mit Bessents wiederholten Forderungen nach höheren japanischen Zinsen.aljazeera+1
Das letzte Mal, dass die USA und Japan gemeinsam intervenierten, war im Jahr 2011, als sie nach einem verheerenden Erdbeben den Yen schwächten. Die letzte koordinierte Yen-Kaufaktion fand 1998 während der asiatischen Finanzkrise statt. Analysten gaben zu bedenken, dass eine koordinierte Intervention zwar eine größere Glaubwürdigkeit am Markt besitzt als ein Alleingang, eine nachhaltige Erholung des Yen letztlich aber eine Verringerung der Zinsdifferenz zwischen den beiden Ländern voraussetzt.nippon+2