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x+1tradingkeyreutersUS-Finanzminister Scott Bessent sagte am Donnerstag, dass der japanische Yen "sehr unterbewertet" erscheine. Diese Äußerungen kommen einer Unterstützung der japanischen Intervention an den Devisenmärkten gleich, die offenbar früher am Tag stattgefunden hatte. Die Kommentare, die während eines Interviews mit Fox Business fielen, markieren eine der stärksten öffentlichen Stellungnahmen eines US-Beamten zur Unterstützung einer Stärkung des Yen.
Im Interview sagte Bessent gegenüber dem Fox Business-Reporter Edward Lawrence: "Der japanische Yen erscheint mir sehr unterbewertet. Die Währung ist sehr billig." Er fügte hinzu, dass "die Devisenmärkte dazu neigen, über das Ziel hinauszuschießen. Und ich glaube, dass der japanische Yen deutlich unter den sogenannten Gleichgewichtspreis gefallen ist."x
Bessent erklärte zudem, die USA seien der Ansicht, dass "eine übermäßige Volatilität des Yen nicht gesund ist", und drückte seine Zuversicht aus, dass die Marktteilnehmer die Unterbewertung des Yen letztlich erkennen würden. Er sagte, er sei nicht besorgt über eine Stärkung des Yen gegenüber dem Dollar und verwies auf Japans starke wirtschaftliche Fundamentaldaten und den populären Premierminister.x
Reuters berichtete, dass Bessent sagte, Japan könnte interveniert haben, um den "unterbewerteten" Yen zu stützen.tradingview
Das Währungspaar USD/JPY fiel am 30. Juli stark und verlor im Tagesverlauf mehr als 1,4 Prozent, inmitten von Spekulationen über eine japanische Intervention. Der Yen war in den letzten Wochen nahe 40-Jahres-Tiefs gegenüber dem Dollar gehandelt worden und hatte Anfang der Woche Niveaus über 163 erreicht.tradingkey+2
Japan hat eine Geschichte von Interventionen zur Stützung seiner Währung. Zwischen Ende April und Anfang Mai gab Tokio rekordverdächtige 11,7 Billionen Yen an den Devisenmärkten aus. Trotz dieser Ausgaben erwiesen sich die Gewinne des Yen als vorübergehend, da die Währung bis Juni wieder auf das Niveau vor der Intervention zurückfiel.reuters+1
Bessents Kommentare folgen auf wochenlange, zunehmend koordinierte Botschaften der USA und Japans zu Währungsfragen. Am 23. Juli warnte das US-Finanzministerium, dass eine übermäßige Volatilität des Yen "unerwünscht" sei, und forderte weitere Zinserhöhungen durch die Bank of Japan. Im Juni sagte die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama, sie und Bessent hätten vereinbart, bei Bedarf "mutige" Schritte bei den Währungen zu unternehmen.bloomberg+1
Die Bank of Japan hob ihren Leitzins im Juni auf 1 Prozent an, das höchste Niveau seit 1995, als Teil ihrer laufenden geldpolitischen Normalisierung. Es wurde allgemein erwartet, dass die Sitzung der Bank of Japan am 30. und 31. Juli weitere Straffungsmaßnahmen behandeln würde.polymarket+2
Bessents explizite Charakterisierung des Yen als unterbewertet beseitigt eine Unklarheit, die lange Zeit die US-Währungsdiplomatie umgeben hat, und könnte die japanischen Behörden dazu ermutigen, aggressiver bei der Verteidigung des Yen vorzugehen.