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wsj+1reuters+1wsj+1Bahrain und Kuwait haben Anfang dieses Monats heimlich Kampfjets entsandt, um militärische Anlagen im Iran anzugreifen. Dies ist ihre erste direkte offensive Aktion gegen Teheran seit Beginn des Krieges im Februar, wie das Wall Street Journal berichtet. Die Vereinigten Arabischen Emirate, die zuvor eigene geheime Angriffe auf den Iran durchgeführt hatten, stellten Aufklärungsdaten über Zielorte sowie defensiven Luftschutz für die Operation zur Verfügung.
Die Angriffe stellen einen dramatischen Wandel für die beiden Golfmonarchien dar, die bis dahin monatelang iranische Raketen- und Drohnenangriffe ohne militärische Vergeltung hingenommen hatten. Seit Ausbruch des Krieges am 28. Februar durch US-israelische Angriffe auf den Iran wurden sowohl Bahrain als auch Kuwait wiederholt von iranischen Streitkräften getroffen, die es auf US-Militäreinrichtungen auf ihrem Boden abgesehen hatten. Das Hauptquartier der Fünften Flotte in Bahrain und der Luftwaffenstützpunkt Ali Al Salem in Kuwait gehörten dabei zu den am häufigsten attackierten Zielen.wikipedia+2
Das Wall Street Journal News Corp hatte im März bereits berichtet, dass einige bodengestützte Raketenstarts gegen den Iran aus Bahrain erfolgten und dass die Golfstaaten "davor standen, in den Kampf einzutreten". Im Mai enthüllte die Zeitung, dass die VAE heimlich eigene Angriffe auf den Iran durchgeführt hatten, darunter einen Angriff auf eine Ölraffinerie auf der Insel Lavan. Die VAE wurden daraufhin von Washington mit erweitertem Zugang zu KI-Chips für ihre militärischen Beiträge belohnt, zu denen "die Durchführung von Luftangriffen gegen den Iran" und das Abfangen von Hunderten von Raketen zählten.islamtimes+3
Die Entscheidung zum Angriff fiel nach wochenlangen, sich verstärkenden iranischen Attacken auf beide Nationen nach dem Zusammenbruch des US-iranischen Waffenstillstands am 8. Juli. Seitdem hat der Iran nächtliche Sperrfeuer auf US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait abgefeuert, Infrastruktur wie ein Kraftwerk in Kuwait getroffen und zivile Opfer gefordert. Bis Mitte Juli waren in Kuwait vier Soldaten und fünf Zivilisten getötet worden, während es unter der militärischen und zivilen Bevölkerung mehr als 190 Verletzte gab.reuters+4
Beamte in beiden Ländern kamen dem Bericht zufolge zu dem Schluss, dass sie Teheran nicht länger ungestraft angreifen lassen konnten. Der Kooperationsrat der arabischen Staaten des Golfs hatte bereits am 1. März gewarnt, dass "jede Aggression gegen ein Mitglied als Aggression gegen alle angesehen wird", und sich das Recht vorbehalten, "alle notwendigen Maßnahmen" einschließlich Vergeltung zu ergreifen.wsj
Der Eintritt der Golfstaaten in den direkten Kampf markiert eine neue Phase in einem Krieg, der bereits mehrere regionale Akteure mit hineingezogen hat. Saudi-Arabien hatte zuvor den Iran angegriffen, und die Houthi-Bewegung im Jemen erklärte kürzlich eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien, womit sich eine weitere Front eröffnet hat. Der Iran hat vor "unabgeschlossenen Rechnungen" mit den VAE gewarnt und gedroht, bahrainisches und emiratisches Territorium einzunehmen. Da die US-Angriffe auf den Iran nun in ihre 13. Nacht in Folge gehen und die diplomatischen Bemühungen feststecken, lässt die offene Beteiligung der Golfmonarchien die Aussicht auf einen noch größeren regionalen Flächenbrand wachsen.reuters+2