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globalbankingandfinance+1marketscreener+1marketscreenerDie Aktien von AstraZeneca fielen am Montagmorgen im frühen Londoner Handel um etwa 7 %, nachdem berichtet worden war, dass der britische Pharmariese sondierende Gespräche mit Bristol Myers Squibb Bristol-Myers Squibb Company über eine mögliche Fusion geführt hat, die einen der weltweit größten Arzneimittelhersteller schaffen würde.
Die Financial Times berichtete am Sonntag zuerst, dass die beiden Unternehmen in den letzten Monaten Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss geführt hätten. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person bestätigte gegenüber Reuters, dass vorläufige Gespräche stattgefunden haben, die einen Pharmakonzern mit einem Gesamtwert von fast 400 Milliarden US-Dollar schaffen könnten.globalbankingandfinance+3
Die Aktien von AstraZeneca fielen zur Eröffnung um bis zu 7,7 % und waren damit laut Wall Street Journal der größte Verlierer im FTSE 100. Zum Börsenschluss am Freitag wies AstraZeneca eine Marktkapitalisierung von 264,11 Milliarden US-Dollar auf, während Bristol Myers mit 133,41 Milliarden US-Dollar bewertet wurde.marketscreener+1
Die Marktreaktion erfolgte prompt und negativ. "Eine Kombination mit Bristol macht weder strategisch noch finanziell Sinn", sagte Markus Manns, Portfoliomanager bei Union Investment, einem Aktionär von AstraZeneca. "Viele vergangene Megafusionen haben Wert vernichtet, und es gibt für Astra keine offensichtliche Notwendigkeit, dies zu tun."marketscreener
Die Analysten von Jefferies zeigten sich "rätselhaft" berührt von den Berichten und schrieben, dass AstraZeneca ein starkes Wachstums- und Innovationsprofil aufweise. "Wenn es ein Unternehmen gibt, das kein Financial Engineering braucht, dann ist es AstraZeneca", schrieben sie.marketscreener
Eine Fusion wäre eine bemerkenswerte Kehrtwende für CEO Pascal Soriot, der 2014 eine feindliche Übernahme durch Pfizer abwehrte und AstraZeneca auf der Grundlage organischer Pipeline-Entwicklung neu aufbaute. Erst vergangene Woche erklärte Soriot, das Unternehmen sei weiterhin zuversichtlich, sein jährliches Umsatzziel von 80 Milliarden US-Dollar bis 2030 zu erreichen, und deutete an, dass Übernahmen nicht zwingend erforderlich seien, um dieses Ziel zu erreichen.finance.yahoo+1
AstraZeneca schloss Anfang dieses Jahres eine Direktnotierung an der New Yorker Börse ab und hat sich verpflichtet, bis 2030 50 Milliarden US-Dollar in die US-Forschung und -Fertigung zu investieren. Eine Übernahme von Bristol Myers würde die US-Präsenz vertiefen, könnte jedoch angesichts der großen Onkologie-Portfolios beider Unternehmen eine strenge behördliche Prüfung nach sich ziehen.invezz+1
Keines der Unternehmen hat die Gespräche offiziell bestätigt. AstraZeneca lehnte einen Kommentar ab, und Bristol Myers hat nicht geantwortet. Quellen warnten, dass sich die Gespräche verzögern oder völlig scheitern könnten.asktraders+1
Russ Mould, Investment Director bei AJ Bell, merkte an, dass "große Transaktionen dieser Art oft auf Schwierigkeiten bei der Integration und bei der Abstimmung unterschiedlicher Arbeitskulturen stoßen". Ein grenzüberschreitender Deal dieser Größenordnung würde gleichzeitig von der US-Handelsbehörde FTC, der britischen Wettbewerbsbehörde CMA und der Europäischen Kommission geprüft werden.investing+1