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hollywoodreporter+1musicbusinessworldwide9to5mac+1Apple Music kündigte am Donnerstag an, dass Songs, die mithilfe generativer künstlicher Intelligenz erstellt wurden, verpflichtend als "Made With AI" gekennzeichnet werden müssen. Damit wird ein Tagging-System, das seit März 2026 im Hintergrund operiert, für Hörer sichtbar gemacht.
In einer E-Mail an Branchenpartner, die dem Hollywood Reporter vorliegt, teilte der Streamingdienst mit, dass Inhaltsanbieter "verpflichtet sein werden, KI-Transparenz-Tags in jedem Fall einzufügen, in dem KI zur Erstellung eines wesentlichen Teils des Inhalts verwendet wurde, einschließlich Titeln, die von KI-Plattformen generiert wurden". Die Kennzeichnungen werden für Apple Music-Nutzer "später in diesem Jahr" erscheinen, wobei kein genaues Startdatum genannt wurde.hollywoodreporter+3
Apple Music führte seine KI-Transparenz-Tags im März 2026 als optionales Offenlegungsinstrument für Plattenlabels und Distributoren ein. Die neue Richtlinie macht diese Tags verpflichtend und erstmals für Verbraucher sichtbar. Apple definiert "KI-plattformgenerierte Inhalte" als "alles, was primär von einem generativen KI-Dienst stammt", was Titel umfasst, die auf Plattformen wie Suno erstellt wurden.variety+1
Das Unternehmen bürdet die Verantwortung für die Einhaltung direkt der Lieferkette auf. "Inhaltsanbieter werden wichtige Partner sein", schrieb Apple. "Sie sind am besten in der Lage zu wissen, wie ihre Inhalte erstellt wurden und welche KI-Transparenz-Tags verwendet werden sollten." Apple Music erläuterte nicht, wie die Anforderung durchgesetzt werden soll, obwohl Music Business Worldwide anmerkte, dass die Plattform KI-Inhalte nicht selbst zur Kennzeichnung erkennt, sondern sich auf Selbstauskünfte verlässt.musicbusinessworldwide+1
Der Schritt erfolgt inmitten wachsender Besorgnis über das Volumen an KI-generierter Musik, die Streaming-Plattformen überflutet. Apple Music-Vizepräsident Oliver Schusser sagte gegenüber Billboard, dass mehr als ein Drittel der monatlichen Uploads auf den Dienst "100 % KI" seien, obwohl das tatsächliche Hörverhalten bei diesen Titeln unter 0,5 Prozent liegt. Deezer berichtete letzten Monat, dass vollständig KI-generierte Titel erstmals über 50 Prozent seiner täglichen neuen Uploads ausmachten.9to5mac+2
Spotify kündigte am 11. August an, Profile von KI-generierten Künstlern als "AI Personas" zu kennzeichnen und sie von redaktionellen und algorithmischen Empfehlungen auszuschließen, wobei diese Kennzeichnungen Mitte September eingeführt werden sollen. Im Gegensatz zu Apple erklärte Spotify, dass man sich "nicht allein auf die Selbstauskunft verlassen" werde und Profile unabhängig überprüfen werde.appleinsider+1
Die Ankündigungen folgen einer Initiative vom Juli, die von der RIAA und IFPI angeführt wurde und Streamingdienste dazu aufrief, KI-Titel ähnlich wie Warnhinweise für explizite Inhalte zu kennzeichnen. Auch regulatorisch tut sich etwas: Die KI-Verordnung der EU, die seit dem 2. August in Kraft ist, verlangt von Anbietern generativer KI, maschinenlesbare Markierungen in ihre Ausgaben einzubetten, wobei bestehende Dienste wie Suno bis zum 2. Dezember Zeit haben, dies umzusetzen. Suno erklärte am 6. August, dass man "in den kommenden Wochen" Audio-Watermarking und Fingerprinting einführen werde.hollywoodreporter+2
Apple hat nicht bekannt gegeben, wann die Kennzeichnungen erscheinen werden, aber die allgemeine Haltung des Unternehmens ist bestimmter geworden. Im Jahr 2025 wurden Tantiemen aus etwa 2 Milliarden manipulierten Streams umverteilt, und Anfang dieses Jahres wurden die Strafgebühren für Akteure, die Streaming-Betrug begehen, verdoppelt.appleinsider+1