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venturebeat+1uniteventurebeatAnthropic hat am Donnerstag eine neu gestaltete Projektfunktion für Claude Code vorgestellt, die einen persistenten Koordinator-Agenten einführt. Dieser kann technische Ziele in parallele, cloudbasierte Threads aufteilen, wobei jeder Thread als vollständige Coding-Sitzung auf einem eigenen Branch und einer eigenen Repository-Kopie läuft. Die Threads arbeiten auch dann weiter, wenn der Entwickler seinen Laptop schließt.
Das Update, das Anthropic unter dem Titel "Projects redesigned: from folder to conversation" veröffentlichte, ersetzt das frühere Projektmodell – im Wesentlichen ein Ordner mit Dateien und ein einzelner Chat – durch eine fortlaufende Konversation, in der Claude sowohl als Koordinator als auch als Dispatcher fungiert. Entwickler beschreiben ein Ziel, und Claude entscheidet, was ein Thread wird, leitet neue Anweisungen an bestehende oder neue Threads weiter und prüft den Fortschritt, während sich die Anforderungen weiterentwickeln.venturebeat+2
Anthropic verglich die Interaktion mit dem Briefing eines Stabschefs: Benutzer geben Claude mehrere Aufgaben gleichzeitig in beliebiger Reihenfolge, und Claude bestimmt, wohin jede Anfrage gehört. Jeder Arbeits-Thread operiert auf einem eigenen Git-Branch und kann Pull Requests öffnen, Tests ausführen und Korrekturen pushen, wenn CI fehlschlägt. Wenn zwei Threads überlappenden Code ändern, ist das Ergebnis ein gewöhnlicher Merge-Konflikt, der wie jeder andere Pull Request gelöst wird.unite+3
Ein gemeinsamer Projektspeicher liegt über den einzelnen Threads und ermöglicht es Claude, Entscheidungen beizubehalten – etwa wenn sich ein Veröffentlichungsdatum verschiebt, ein Feature gestrichen wird oder welcher Kollege konsultiert werden soll, bevor ein bestimmter Dienst angefasst wird. Ein Bibliotheks-Tab sammelt hochgeladene Dateien und Artefakte, die von den Threads produziert werden, und bietet so einen persistenten Materialpool für spätere Arbeiten.unite+1
Da jeder Thread eine vollständige Claude Code-Sitzung ist, verbrauchen Projekte die Plan-Limits schneller als eine einzelne Sitzung. Anthropic begrenzt die Nutzung auf 200 neue Threads pro Tag über die Projekte eines Benutzers hinweg, und inaktive Threads können wieder aufwachen und Ressourcen verbrauchen, wenn CI fehlschlägt oder ein Review-Kommentar eingeht. Benutzer können Modell- und Aufwandseinstellungen separat für den Koordinator- und die Arbeits-Threads anpassen.marktechpost
Die Beta startete am 17. September für ausgewählte Claude Pro- und Max-Abonnenten, die Cloud-Sitzungen in Claude Code nutzen. Anthropic teilte mit, dass der Zugang in der kommenden Woche erweitert wird, gefolgt von Team- und Enterprise-Plänen. Threads laufen derzeit nur in der Cloud; Unterstützung für die lokale Ausführung kommt "sehr bald", so Anthropic, ein Detail, das für Unternehmen wichtig ist, die auf private Pakete oder eingeschränkte Netzwerke angewiesen sind.theverge+2
Die Veröffentlichung platziert Anthropic neben OpenAI, GitHub Microsoft Corporation und Google Alphabet Inc. in einem aufkommenden Wettlauf um Agenten-Orchestrierung anstelle reiner Coding-Fähigkeiten. Wie The Verge berichtete, unterstützen OpenAIs Codex und die Agenten-Tools von GitHub bereits parallele Sitzungen, aber Anthropic setzt darauf, dass ein persistenter Konversations-Koordinator – anstelle eines Repositorys oder eines Multi-Agenten-Arbeitsbereichs – die richtige Ebene für die Verwaltung langfristiger Entwicklungsarbeit ist.venturebeat+1